Vier Skitourenfahrer im Wallis von Lawine getötet

19 Menschen sind diesen Winter durch Lawinen in der Schweiz gestorben

Lawine (Symbolbild)

Beim schwersten Lawinenunglück in der Schweiz seit einem Jahr sind am Freitag im Gebiet der Grünhornlücke in der Gemeinde Fieschertal VS vier deutsche Skitourengänger ums Leben gekommen. Die Zahl der Lawinentoten steigt damit in diesem Winter auf 19.

Die Gruppe aus Deutschland sei am Freitagmorgen von der Finsteraarhornhütte zur Konkordiahütte aufgebrochen, teilte die Walliser Kantonspolizei mit. Als die Skitourenfahrer am Abend nicht an ihrem Ziel ankamen, habe der Hüttenwart die Kantonale Walliser Rettungsorganisation alarmiert.

Diese habe noch am Abend bei einem Suchflug im Gebiet der Grünhornlücke mehrere Lawinenniedergänge festgestellt. Die Skitourenfahrer seien jedoch nicht gefunden worden. Wegen der schlechten Witterung habe die Suche erst am nächsten Tag fortgesetzt werden können.

Auf einer Höhe von 3110 Meter über Meer - zwischen der Grünhornlücke und der Konkordiahütte - seien die Einsatzkräfte mit Hilfe eines Lawinenverschütteten-Suchgeräts dann
auf die Verschütteten gestossen. Die Skitourenfahrer hätten aber nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden können.

Opfer waren erfahrene Skitourenfahrer 

Die vier getöteten Skitourenfahrer waren Mitglieder der Sektion Düsseldorf des Deutschen Alpenvereins (DAV), wie ein Sprecher des Bergsportvereins mitteilte. Die Skitourenfahrer seien nicht im Rahmen einer vom Alpenverein organisierten Tour unterwegs gewesen. Mindestens zwei der Opfer galten dem DAV-Sprecher zufolge als sehr erfahren.

Laut Angaben des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung in Weissfluhjoch-Davos sind mit dem jüngsten Unfall in diesem Winter in den Schweizer Bergen bereits 19 Menschen bei Lawinenniedergängen ums Leben gekommen. 

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