SVP mit "grünem" Vorstoss

SVP Stadt Zug macht den Klimawandel doch zum Thema

SVP Stadt Zug mit grünem Vorstoss

Es ist ungewöhnlich und deshalb überraschend: Die SVP der Stadt Zug veröffentlicht ein Postulat, in dem sie fordert, dass die Stadt Zug sein Budget, dass für die Förderung von erneuerbarer Energie vorgesehen ist, auch einsetzt. Dieses wurde in den letzten Jahren nämlich nie voll ausgeschöpft. Die SVP der Stadt Zug will, dass die Stadt dieses vor allem für die Förderung von Solarpanels braucht. Die linken Parteien reagieren erfreut, aber auch stutzig. 

Philip C. Brunner, Präsident der SVP Stadt Zug liegt das Projekt besonders am Herzen. Er will, dass die Zuger auf Solarstrom setzen. Er wisse aber auch, dass dieser Vorschlag nicht alle in seiner Partei gleich toll finden. Deshalb veröffentliche er das Postulat, um zu sehen, wie die Reaktionen sind. Und um auch mal etwas Neues zu wagen. Das die SVP Stadt Zug nun aber, wie die FDP, auch auf den Klimazug aufspringe, will Philip C. Brunner dann doch nicht behaupten. Er setze sich für die Energie ein, und nicht für das Klima. Das seien seiner Meinung nach zwei verschiedene Dinge. Von einer grünen Welle innerhalb der SVP-Fraktion der Stadt Zug will also nicht die Rede sein. 

Linke Parteien aber sind davon überzeugt, dass auch die SVP noch irgendwann in die Klimadiskussion nachrücken wird. Das müsse sie, wenn sie nicht untergehen wolle. Grüne und SP der Stadt Zug sind davon überzeugt, dass die Klimademos auch bei der SVP Wirkung zeigen und sind erfreut über dieses "grüne" Postulat der SVP Stadt Zug. Sie werden es natürlich mitunterstützen. 

Auch wenn der Vorstoss erst veröffentlicht wurde und politisch noch einen weiten Weg vor sich hat, mit dem Postulat "Solarstrom für alli Zuger" setzt die SVP Stadt Zug dennoch ein deutliches Zeichen. 

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