Bundesanwaltschaft spürt die Globalisierung

In Sachen Geldwäscherei oder im Fussball ist internationale Zusammenarbeit gefragt

Die Bundesanwaltschaft spürt die Globalisierung (Symbolbild).

Auch die Bundesanwaltschaft spürt die Globalisierung. Die Fälle werden zunehmend komplexer, wie sie in einem Bericht für das Jahr 2018 schreibt. Besonders in Bereichen wie der Geldwäscherei, dem Rohstoffhandel oder auch im Fussball muss die Bundesanwaltschaft über längere Zeit mit anderen Ländern zusammenarbeiten.

Die Bundesanwaltschaft veröffentlichte ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018. Die Zusammenarbeit mit dem Ausland gewinnt an Bedeutung, wie es im Bericht heisst. Ende 2018 waren 313 (Vorjahr: 307) Rechtshilfeverfahren hängig. Über 220 (Vorjahr: 190) Gesuche wurden abgeschlossen und rund 230 (Vorjahr: 170) neue gingen ein. Bei der Rechtshilfe, aber nicht nur dort, sei eine stärkere internationale Vernetzung und Zusammenarbeit unabdingbar, schreibt die Bundesanwaltschaft dazu.

Zunehmend komplexere Fälle

Die Bundesanwaltschaft hat in einem global vernetzten Umfeld mit zunehmend komplexeren und umfangreicheren Strafuntersuchungen und Rechtshilfeverfahren zu tun. Die Strafverfolgungsbehörden müssten daher ihre Arbeitsweise ständig anpassen. Verschiedenste Bereiche des Strafrechts haben sich nach den Worten der Bundesanwaltschaft zu eigentlichen Verbundaufgaben von Bundes- und Kantonsbehörden entwickelt. Bei umfangreichen Fallkomplexen werden vermehrt interdisziplinär ausgerichtete Task Forces eingesetzt.

Rund 410 hängige Untersuchungen

Insgesamt waren bei der Bundesanwaltschaft Ende Dezember rund 410 Strafuntersuchungen hängig; im Vorjahr waren es rund 480. Die Zahl der mehr als zwei Jahre alten Untersuchungen konnte 2018 von rund 230 auf noch rund 210 reduziert werden. Neu eröffnet hat die Bundesanwaltschaft rund 180 (Vorjahr: 240) Strafuntersuchungen. Sie stellte dem Bundesstrafgericht 10 (Vorjahr: 20) Anklagen zu sowie rund 15 (Vorjahr: 25) Strafbefehle als Anklage im ordentlichen Verfahren.

Quelle: sda

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