Weniger Logiernächte in Engelberg

13'000 Gäste weniger haben im vergangenen Winter im Skigebiet übernachtet

Im vergangenen Winter haben die meisten Grossstädte in der Schweiz mehr Logiernächte zählen können, als noch im Vorjahr. Die Zahlen der Wintersport-Desitnationen hingegen sehen weniger rosig aus. Dies zeigen die aktuellsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Empfindliche Einbussen musste auch das Gebiet Engelberg-Titlis im Kanton Obwalden hinnehmen.

Rund 13'000 Gäste weniger haben im vergangenen Winter im Skigebiet Engelberg-Titlis übernachtet als noch in der Saison 2017/2018. Ein Grund für den Rückgang der Gäste, welche in der Region übernachteten, sieht der Tourismusdirektor Engelberg-Titlis, Frédéric Füssenich, darin, dass drei Hotels vor der Saison geschlossen worden waren.

Auf der einen Seite sei er froh, dass Beispielsweise auf die Saison 2021 ein neues Hotel eröffnet werden soll. "Die Hotellerie-Zahlen sprechen für sich. Als Hotelier kann man in Engelberg gutes Geld verdienen. Umso tragischer ist es für die ganze Destination, wenn drei Häuser zugegangen sind", so Füssenich im Interview mit Tele 1 und Radio Pilatus. 

Bergbahnen beklagen sich über zu viele Touristen

Der Tagestourismus mit den Wintersportlern boome in Engelberg nämlich, so Füssenich weiter. Die Bergbahnen beispielsweise hätten sich diesen Winter an Spitzentagen sogar über zu viele Touristen beklagt.

Deutlich unter dem Höchststand von 2008

Allgemein hätten in den vergangenen zwei Jahren aber wieder etwas mehr Gäste in den Bergregionen übernachtet. Dies sagte Jürg Stettler, Leiter des Instituts für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern im Interview gegenüber Tele 1 und Radio Pilatus. Wegen des Rückgangs der Europäischen Märkte sei man jedoch noch immer deutlich unter dem Höchststand von 2008.

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