Mangelnde Beratung bei gefährlichen Chemikalien

Das Laboratorium der Urkantone hat Testkäufe durchgeführt

Detailhändler müssen ihre Kunden kompetent beraten, wenn diese Produkte mit gefährlichen Chemikalien kaufen wollen. Gemacht wird das aber nicht, wie das Laboratorium der Urkantone in ihrem Jahresbericht schreibt.

Sei es beim Putzen, beim Malen oder auch bei sonstigen Arbeiten im Haushalt. Immer wieder arbeiten Leute mit Produkten, welche teilweise gefährliche Chemikalien beinhalten, welche explosiv, ätzend oder auch hochgiftig sind. Genau deshalb sind Detailhändler seit ein paar Jahren dazu verpflichtet, die Kunden bei solchen Produkten genau zu beraten. Der neuste Jahresbericht des Laboratoriums der Urkantone zeigt jedoch, dass die Beratung genegnüber dem Kunden teilweise ungenügen oder ganz weg fällt. 18 Betriebe hat das Labor kontrolliert, alle sind beim Beratungstest durchgefallen.

Cornelia Bachmann vom Laboratorium der Urkantone findet dieses Resultat erschreckend und gefährlich: «Vor allem bei der Entsorgung sind viele Kunden unsicher. Umso schneller landen dann Substanzen zum Beispiel in der Toilette». Auch bei einer Nachkontrolle fielen immer noch die Hälfte der Betriebe durch den Test. Bei den Beratungen fehle es vor alllem an Tiefe. Das Laboratorium hofft nun, dass die Betriebe bis zu einer dritten Kontrolle die Voraussetzungen einer guten Beratung erfüllt haben. 

Wegen mangelnder Beratung landen Substanzen manchmal in der Toilette.

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