Gemeinden müssen für kranke Touristen bezahlen

Engelberg musste 350'000 Franken bezahlen und will sich nun absichern

Gesundheitskosten in der Höhe von 350'000 Franken: So viel musste die Gemeinde Engelberg für einen Touristen bezahlen, der in seinen Ferien krank geworden ist. Darum möchte sich Engelberg nun zusammen mit anderen Gemeinden gegen solche finanziellen Risiken absichern. Die Obwaldner Regierung spielt da aber nicht mit.  

In den vergangenen zehn Jahren mussten die Gemeinden des Kantons Obwalden in 17 Fällen Kosten erkrankter Touristen übernehmen. Und einer davon war sehr teuer: 350'000 Franken musste die Gemeinde Engelberg übernehmen.

Gemeinden fordern Anpassung des Gesetzes

Die Gemeinden wollen ihr finanzielles Risiko bei kranken Touristen verkleinern. Sie fordern daher, dass der Kanton in solchen Fällen alle Kosten übernimmt, die 50'000 Franken übersteigen. Die Obwaldner Regierung lehnt die Forderung der Gemeinden jedoch ab. "Wir haben eine klare Aufgabenteilung im Gesetz. Wegen einem Einzelfall wollen wir das Gesetz nicht anpassen", so Christoph Amstad, CVP-Regierungsrat im Interview mit Tele 1 und Radio Pilatus.

Als nächstes diskutiert der Obwaldner Kantonsrat darüber, ob das Gesetzt angepasst werden soll, oder ob die Gemeinden, welche vom Tourismus profitieren würden, auch die entsprechenden Risiken tragen müssen.

Die Gemeinde Engelberg musste 350'000 Franken für einen Touristen bezahlen, der in den Ferien erkrankt ist.

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