Österreichs Vizekanzler Strache tritt zurück

Grund dafür ist das seit gestern bekannte Skandal-Video

 

Nach dem veröffentlichten Skandal-Video hat Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) Konsequenzen gezogen: Er tritt zurück. Nebst seinem Regierungsamt gibt er auch die Führung der FPÖ auf.

Der 49-jährige Strache zog mit seinem Rückzug die Konsequenzen aus dem Skandal um ein heimlich aufgenommenes Video, das ihn 2017 im Gespräch mit einer angeblichen russischen Oligarchin über Wahlkampfhilfe im Gegenzug für öffentliche Aufträge zeigt. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Samstagvormittag nach dpa-Informationen eine weitere Zusammenarbeit mit Strache ausgeschlossen.

Löst das Video ein Erdbeben aus?

Die Frage ist nun, ob Kurz das Bündnis mit einem Nachfolger Straches fortsetzen oder Neuwahlen will. Das Bündnis aus ÖVP und FPÖ regiert seit Dezember 2017. Es legte grossen Wert auf eine harmonische Zusammenarbeit. Allerdings gab es auch immer wieder Differenzen. Zuletzt hatte die ÖVP die Nähe der FPÖ zu den rechtsextremen Identitären kritisiert. Wie es weitergeht ist derzeit noch unklar. Nach Strache hat inzwischen auch FPÖ-Fraktions-Chef Johann Gudenus seinen Rücktritt bekannt gegeben. Auch kam es zu ersten Protesten aus der Bevölkerung. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund um den Ballhausplatz in Wien etwa 2000 bis 3000 Demonstranten und forderten lautstark Neuwahlen.

Quelle: sda

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