So entgehst du dem Auffahrtsstau

Stau dürfte schon am Mittwochmorgen beginnen

Stauentwicklung Statistik Richtung Süden

Mitte April war, wegen den Frühlingsferien und den Osterfeiertagen, die erste grosse Reisewelle des Jahres unterwegs auf den Schweizer Strassen. Nun steht mit der Auffahrt ein weiterer Feiertag vor der Tür, der für regen Verkehr sorgen könnte auf den Nord-Süd-Achsen. Dennoch gibt es Zeiten, in denen man relativ zügig vorwärtskommen sollte.

Der Stau vor dem Gotthard-Nordportal in Göschenen dürfte schon am Mittwochmorgen beginnen, erwartet Viasuisse. All jene, die am Freitag die Brücke machen, könnten sich nämlich für einen Kurzurlaub Richtung Süden entscheiden. Je schöner das Wetter im Süden, umso intensiver werden die Strassen dorthin genutzt werden. Somit wird man auch auf der anderen Nord-Süd-Achse, der A13, vor Stau nicht sicher sein.

Staukolonnen bereits ab Mittwoch

Wem es möglich ist, schon am Mittwochmorgen abzureisen, sollte die Gunst der frühen Morgenstunden nutzen. Ab 9.00 Uhr werden die ersten Kolonnen vor dem Gotthard-Nordportal erwartet. Danach wächst der Stau kontinuierlich an und erreicht seinen Höhepunkt zwischen 15.00 Uhr nachmittags und 20.00 Uhr abends. Bis 10 Kilometer lange Blechkolonnen könnten dann den Zugang zum Gotthardtunnel verstopfen. Auch wenn der Stau danach wieder abnimmt – er könnte sich die Nacht hindurch halten, bis zum Auffahrtsmorgen.

Wenn der Stau nicht die Nacht hindurch geblieben ist, wird er sich spätestens am Auffahrtstag ab 6.00 Uhr zu formieren beginnen. In der Zeit zwischen 8.00 Uhr und 15.00 Uhr erwartet Viasuisse vor dem Gotthard-Nordportal in Göschenen den nächsten High-Peak: Auf einer Länge von bis zu 10 Kilometern dürften sich die Verkehrsteilnehmenden erneut in Geduld üben müssen. Allerdings dürfte sich der Stau an Auffahrt früher auflösen als am Tag zuvor: Ab 17.00 Uhr sollte man wieder freie Fahrt haben Richtung Süden.

Am Brückentag Freitag erwartet Viasuisse auf den Nord-Süd-Achsen der Schweiz eine moderate Verkehrssituation: Vor dem Gotthardtunnel Richtung Süden sollte der Stau nicht über 3 Kilometer hinauswachsen.

Rückreiseverkehr beginnt ab Samstag

Bereits wieder Richtung Norden geht’s am Samstag. Ab 10.00 Uhr dürfte die Warteschlange vor dem Südportal in Airolo langsam wachsen und zwischen nachmittags um 14.00 Uhr und abends um 19.00 Uhr eine Länge von 9 Kilometern erreichen. Auch wenn der Stau danach wieder kürzer wird, dürfte er sich hartnäckig bis Mitternacht halten.

Am Sonntag summiert sich der Rückreiseverkehr Richtung Norden bereits ab 9.00 Uhr vor dem Südportal des Gotthardtunnels. Am meisten Geduld brauchen Reisende, die ab dem frühen Nachmittag bis in den späten Abend vor dem bekannten Schweizer Nadelöhr stehen. Bis zu 12 Kilometer Stau sind möglich innerhalb dieser Zeit. Ab 22.00 Uhr sollte sich der Stau langsam auflockern – das Stauende ist allerdings erst nach Mitternacht in Sicht.

Wann am besten losfahren?

Für die Hinreise empfiehlt Viasuisse den frühen Mittwochmorgen: Wem es möglich ist, bereits vor 9.00 Uhr vor dem Nordportal in Göschenen zu sein, der sollte von einer relativ flüssigen Fahrt Richtung Süden profitieren können. Auch bei der Hinreise an Auffahrt lohnt es sich, früh aufzustehen. Vor 6.00 Uhr sollte der Stau vor dem Gotthard Richtung Süden nicht mehr als 4 Kilometer messen.

Auch bei der Heimreise ist gut beraten, wer früh aufsteht. Die intensivste Stauzeit wird nämlich am Sonntag, kurz nach Mittag bis in den späten Abend, erwartet. Entweder versucht man also, vor 9.00 Uhr morgens vor dem Gotthard-Südportal in Airolo zu sein – oder dann erst am späten Abend, nach 22.00 Uhr. Zu diesen Zeiten muss nur mit wenig oder gar keinem Stau gerechnet werden.

Es geht auch ganz ohne Stau, entspannter und erst noch klimafreundlich: mit dem Zug. Über Auffahrt verkehren 29 Zusatzzüge ins Tessin und Wallis bzw. wieder retour; zudem werden diverse Regelzüge mit zusätzlichen Wagen oder Zugseinheiten verstärkt. Damit schafft die SBB insgesamt rund 45'000 zusätzliche Sitzplätze über Auffahrt. Weiter gibt es für Veloreisende unterschiedliche Zusatzangebote unter www.sbb.ch/velo. Die SBB empfiehlt, die Reise frühzeitig zu planen und Sitzplätze zu reservieren. Detaillierte Informationen gibt es unter www.sbb.ch/entspannt-reisen.

Alternativrouten

Als Alternative zum Gotthard bietet sich die A13 San Bernardino-Route an. Dies besonders für Verkehrsteilnehmende aus dem Grossraum Zürich, der Ostschweiz oder Basel. Allerdings könnte auch diese Route stark frequentiert sein zur Auffahrtszeit. Zudem wird die A13, nach einem Unfall oder wegen eines Fahrzeugs mit Panne, häufig für jeglichen Verkehr gesperrt. Da die Auffahrt dieses Jahr spät angesetzt ist, können die Alpenpässe teilweise schon als Umfahrung genutzt werden. Wer aus dem Mittelland Richtung Süden unterwegs ist, der kann sein Auto alternativ auch durch den Lötschberg und/oder den Simplon verladen lassen. Für Reisende aus der Westschweiz bietet sich die Fahrt durch den Grossen St. Bernhard an. Diesen Tunnel zu durchqueren ist jedoch kostenpflichtig.

 

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