Luzerner will keine zusätzlichen Steuerinspektoren

Ein Vorstoss aus den Reihen der SP fordert vier zusätzliche Stellen

Die Luzerner Regierung will keine zusätzlichen Stellen schaffen für Steuerexperten.

Im Kanton Luzern sollen im Kampf gegen die Steuerhinterziehung durch Unternehmen keine weiteren Steuerexperten eingestellt werden. Die Regierung ist der Ansicht, dass die Kontrolle in einem angemessenen Umfang wahrgenommen werde.

Die Kantonsregierung beantragt dem Parlament deswegen, ein Vorstoss aus den Reihen der SP Kanton Luzern abzulehnen. Dieser fordert, dass vier zusätzliche Stellen für Steuerexperten geschaffen werden. Mit der Aufstockung der Steuerbehörde hätten die personellen Voraussetzungen geschaffen werden sollen, die Steuererklärungen der Unternehmen genauer zu prüfen. Der Kanton hatte aus dieser Massnahme Mehreinnahmen von 1,5 Millionen Franken erwartet. 

Der Verzicht auf die Aufstockung führe zu Mindereinnahmen, steht im Vorstoss. Zudem sei es ein falsches Signal an die ehrlichen Unternehmer und an die Bevölkerung.

Ausreichende Prüfung

Die Regierung führte in ihrer am Montag publizierten Antwort auf den Vorstoss aus, dass die Steuererklärungen der 22'000 Luzerner Unternehmen ausreichend durch den Kanton und den Bund geprüft würden. Die Steuerdossiers werden nach Angaben der Regierung verstärkt risikoorientiert geprüft. Damit werde eine stetig wirksamere Kontrolle und Prävention erzielt, schreibt sie.

Obwohl es immer mehr Unternehmen gebe, solle der bestehende Prüfungsumfang mit zwei zusätzlichen Arbeitsstellen weitergeführt werden. Die im Konsolidierungsprogramm vorgesehenen Mehreinnahmen könnten somit auch ohne die dort vorgesehenen Steuerinspektoren erzielt werden.

(Quelle: sda)

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