Merbag-Gruppe trennt sich von Zentralschweizer Filialen

Für die 200 Angestellten in der Zentralschweiz soll sich nichts ändern

Blick auf die Merbag-Filiale in Luzern.

Ein grosser Teil des Schweizer Filialnetzes des Mercedes-Händlers Merbag soll verkauft werden um international zu expandieren. Die Zürcher Merbag-Gruppe trennt sich deshalb von Zentralschweizer Filialen mit rund 200 Mitarbeitern.

Wie die Luzerner Zeitung berichtet, verkauft die Zürcher Merbag-Gruppe einen grossen Teil des Schweizer Filialnetzes, um international zu expandieren. Konkret will der Mercedes-Händler sechs von insgesamt 32 Filialen verkaufen, offenbar aufgrund Druck von Mercedes. Alle davon betroffenen sechs Standorte befinden sich dabei in der Zentralschweiz: Es handelt sich um die Betriebe in Luzern, Kriens, Littau, Emmenbrücke, Sursee und Ennetbürgen. An diesen Orten werden um die 200 Personen beschäftigt.

Wie die Zeitung weiter schreibt, gebe es noch keinen Käufer für die sechs Standorte der Garagengruppe. Es sei aber vorgesehen, dass der Käufer sämtliche sechs Filialen inklusive bestehender Arbeitsverträge übernimmt. Merbag-COO betont gegenüber der Luzerner Zeitung, dass die sechs Filialen erfolgreich unterwegs seien. Der Verkaufs-Entscheid sei vielmehr am Hauptsitz der Mercedes-Mutter Daimler AG in Stuttgart zu suchen.

Die Entscheidung fiel auf Wunsch der Daimler AG, welche erwartet, dass der Schweizer Markt durch die Präsenz weiterer Anbieter ein diversifizierteres Profil erhält. Wir sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Für Mercedes sind wir in der Schweiz mittlerweile zu dominant geworden.

Auf die Frage weshalb ausgerechnet die Zentralschweizer Standorte verkauft werden, sagt Dali: "Die Zentralschweiz ist geografisch gesehen ein klar abgeschlossenes Gebiet, das für einen Verkauf prädestiniert ist."

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