Spital Einsiedeln macht Minus von 7 Millionen Franken

Jahresergebnis 2018 deutlich unter den Erwartungen

Die finanzielle Lage des Spitals Einsiedeln ist weiterhin angespannt (Archivbild).

Die finanzielle Lage des Spitals Einsiedeln ist weiterhin kritisch. Das Jahresergebnis liegt mit einem Minus von über 7 Millionen Franken deutlich unter den Erwartungen. Dies geht aus der Jahresrechnung 2018 hervor. Verantwortlich für dieses Ergebnis sind insbesondere die Personalausgaben.

"Die Ausgaben beim Personal sind im vergangenen Jahr zu stark gestiegen", wird Spitaldirektor Urs Birchler in einer Medienmitteilung vom Donnerstag zitiert. Sie nahmen um rund 9 Prozent zu.

Höhere Personalausgaben

Der zwingende Ausbau des Behandlungsspektrums habe zu mehr Stellen und somit höheren Ausgaben im Personalbereich geführt. Das Spital Einsiedeln sei als Grundversorger verpflichtet, eine so genannte Intermediate-Care-Einheit zu betreiben für Patienten, die einer besonderen ärztlichen und pflegerischen Betreuung bedürften. Beispielsweise nach einer Operation.

Betriebsertrag auf Vorjahresniveau

Der Betriebsertrag bewegt sich mit knapp 43 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Zwar verzeichnet das Spital noch immer ein Wachstum, dieses verlangsamte sich im vergangene Jahr jedoch deutlich.

Die Erträge im stationären Bereich stiegen um 0,6 Millionen Franken, im ambulanten Bereich sanken sie gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Millionen Franken. 

Über 4'000 Patientinnen und Patienten

Das Spital behandelte 2018 über 4'000 Patientinnen und Patienten stationär, dies entspricht einer Steigerung von rund 4 Prozent. In der Geschichte des Spitals wurden somit erstmals über 4'000 Patienten behandelt. Insgesamt kamen 295 Kinder in der neuen Geburtsabteilung zur Welt - 23 mehr als im Jahr zuvor.

Quelle: sda

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