Santésuisse rechnet mit einem Prämienschock

Die Krankenkassenprämien dürften um rund drei Prozent steigen

Gemäss Santésuisse werden die Kosten vor allem in drei Bereichen steigen: Ambulante Behandlungen, Physiotherapie und Medikamente.

 

Die Krankenkassenprämien in der Schweiz dürften im nächsten Jahr erneut steigen. Der Krankenkassenverband Santésuisse rechnet für das laufende und kommende Jahr mit einem Kostenwachstum von rund drei Prozent. 

Gemäss der Analyse von Santésuisse droht in mehreren Bereichen ein überdurchschnittlich starkes Wachstum: In der Physiotherapie erwartet Santésuisse wegen der Zunahme der Anzahl Physiotherapeuten und der Anzahl Behandlungen ein gleichbleibend hohes Wachstum von sechs Prozent. Auch im Spitexbereich sei mit höheren Kosten zu rechnen. Statt in Pflegeheimen werden ältere Menschen vermehrt zu Hause betreut, deshalb werde hier ein Kostenwachstum von sechs Prozent erwartet.

Immer mehr Laboruntersuchungen und mehr ambulante Behandlungen

Im Laborbereich sei der Trend ebenfalls "besorgniserregend". Weil medizinische Labordiagnostik immer zahlreicher durchgeführt werde, erwartet Santésuisse hier einen Kostenanstieg von fünf Prozent. Für den ambulanten Spitalbereich werde für das laufende und das kommende Jahr mit einer Kostensteigerung von fünf Prozent gerechnet. Auch bei den Medikamenten sei in den kommenden zwei Jahren mit einem Kostenwachstum von mehr als drei Prozent zu rechnen.

Medikamente zu teuer - Massnahmen gefordert

Damit die Medikamentenpreise in der Schweiz endlich auf das Niveau des Auslandes gesenkt werden, brauche es einen jährlichen Preisvergleich mit dem Ausland für alle Medikamente. Zudem sei die Einführung des Referenzpreissystems dringender denn je, weil Generika in der Schweiz noch immer doppelt so teuer sind wie im Ausland. Auch bei den Originalpräparaten gebe es Handlungsbedarf, denn auch hier seien die Preise deutlich höher als im Ausland.

Quelle: sda

Kommentieren

comments powered by Disqus