Verkehrszahlen zur Spange Nord erst im Herbst

Kantonsparlament Luzern lehnt unverzügliche Veröffentlichung ab

Gegenbewegung "Spange Nord"

Der Kanton Luzern wird nicht sofort neue Zahlen zum Verkehr in der Stadt Luzern und damit zur Planung der Spange Nord veröffentlichen. Das Kantonsparlament geht mit der Regierung einig, dass solche Daten nicht ohne Kontext publiziert werden sollen.

Das Parlament überwies am Dienstag einen Vorstoss aus den Reihen der Grünen nur teilweise. Die Zahlen werden damit erst veröffentlicht, wenn ein Bericht zu den verschiedenen Varianten der Spange Nord vorliegt. Dies soll im kommenden Herbst der Fall sein, wie Baudirektor Robert Küng im Kantonsparlament sagte. Küng sagte, er wolle nicht zusammenhangslos ein paar Zahlen veröffentlichen.

Urban Frye von den Grünen forderte indes eine unverzügliche Veröffentlichung der neuen Mobilitätszahlen und damit der Datengrundlage für die Planung der Spange Nord. Auslöser war eine Informationsveranstaltung im vergangenen April zur Spange Nord. An der Veranstaltung sei gesagt worden, dass es neue Zahlen gebe, und dass es gemäss diesen mindestens eine teilweise Realisierung der umstrittenen neuen Strasse brauche, damit die Stadt 2040 nicht im Verkehr versinke.

"Die Bevölkerung ist konsterniert über das Verhalten des Kantons."

Die Zahlen müssten offengelegt werden, damit nicht nur der Kanton, sondern auch andere diese einschätzen könnten, sagte Frye. Die vom geplanten Strassenbau betroffene Bevölkerung sei konsterniert über das Verhalten des Kantons.

Die anderen Fraktionen waren aber der Meinung, man könne noch zuwarten. Eine isolierte Darstellung der Zahlen sei wenig sinnvoll für eine konstruktive Diskussion.

Die Spange Nord in Luzern soll als neue Hauptverkehrsachse vom Gebiet Schlossberg zur Fluhmühle führen. Die Luzerner Stadtregierung und die betroffenen Quartiere lehnen die Spange Nord ab.

(Quelle: sda)

Audiofiles

  1. Verkehrszahlen zur Spange Nord erst im Herbst. Audio: Urs Schlatter / Mira Weingart

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