Firma aus Schweiz handelt mit dreckigem Gold

Bei der Förderung des Goldes in Tansania fliesst Blut

In Tansania werden bei der Förderung von Gold Menschen umgebracht.

Der Edelmetallhändler «MKS» hat eine Niederlassung in der Schweiz und bezeichnet sich selbst als Inbegriff eines erfolgreichen Schweizer Unternehmens. Doch von Schweizer Werten kann kaum die Rede sein. Recherchen des «Tagesanzeigers» und eines internationalen Investigativnetzwerks haben gezeigt, dass am gehandelten Gold Blut klebt.

In und um eine Goldmine in Tansania werden Menschen erschossen, vergewaltig und verprügelt. Das Unternehmen «MKS» veredelt dieses Gold und handelt damit. Dies obwohl es eigentlich angibt, nur mit Gold zu handeln, das unter einwandfreien Bedingungen gefördert wurde. Weiter wirbt die Firma mit Schweizer Werten und hat auch Schweizer Persönlichkeiten im Kader. Der ehemalige Chef der Schweizerischen Nationalbank Jean-Pierre Roth sitzt im Verwaltungsrat von «MKS».

Den Vorwürfen nachgehen

Roth sieht beim Gold aus der Mine in Tansania kein Problem. «Wir überwachen die Aktivitäten unserer Zulieferer kontinuierlich», sagt er gegenüber dem «Tagesanzeiger». Dadurch könne sichergestellt werden, dass die Menschenrechte in der Lieferkette eingehalten werden. Man werde den Vorwürfen jedoch nachgehen und habe die Mine bereits kontaktiert.

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