Üben für den Ernstfall

Feuerwehr Seelisberg übt den Einsatz von Löschhelikoptern

Im Rekord-Sommer 2018 wurden im Kanton Luzern sechs Waldbrände gemeldet. Dieses Jahr sind es bis heute schon neun Brände, die gemeldet wurden. Die Feuerwehr Seelisberg will für den Ernstfall bereit sein. Zusammen mit der Seepolizei übt sie den Einsatz von Löschhubschraubern.

Heute trainiert Helikopterpilot Thomas Näpfli die Bekämpfung von fokussierten Bränden. Hier muss das Wasser punktgenau abgeworfen werden. 850 Liter Wasser donnern dann auf einmal vom Himmel herunter. Für Piloten ist ein Brandeinsatz kein einfaches Unterfangen. Vor allem das Handling des sogenannten Buckets unter dem Helikopter fordert Fingerspitzengefühl beim Wassertanken. So kann es schnell passieren, dass der Pilot die Orientierung im Raum verliert und der Helikopter anfängt zu driften und im schlimmsten Fall abstürzt.

100 Waldbrände pro Jahr

Im langjährigen Durchschnitt gab es in der Schweiz pro Jahr rund 100 Waldbrände. Betroffen waren vor allem das Tessin, die Bündner Südtäler und das Wallis. Mit dem Klimawandel, der im Sommer längere heisse und trockene Perioden mit sich bringt, wird jedoch die Alpennordseite auch immer mehr in Mitleidenschaft gezogen. Die Behörden verfolgen diese Entwicklung mit Sorge. Als Präventivmassnahmen haben Sie Aufklärungskampagnen gestartet. Auch die Art und Weise, wie die Wälder bewirtschaftet werden, soll sich ändern. So sind zum Beispiel Mischwälder resistenter gegen lange Trockenperioden und Hitze. 

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