Notaufnahme des Luzerner Kinderspitals überlastet

Vorstoss fordert regionale Notfallpraxen zur Entlastung

Auf der Notfallstation des Kinderspitals Luzern sind im vergangenen Jahr über 20'000 Kinder gewesen. Das sind über vier Mal mehr als noch im Jahr 2005. Es ist die einzige Kinder-Notfallstation im ganzen Kanton - und diese ist völlig überlastet. Und die Eltern müssen zum Teil von weit her nach Luzern kommen, wenn sie mit ihrem Kind in den Notfall müssen. Das kann es doch nicht sein, sagt SP Kantonsparlamentarierin Sara Agner.

Agner will, dass Eltern mit ihren Kindern auch draussen auf dem Lande notfallmässig medizinische Hilfe erhalten können. Die regionalen Spitäler in Sursee und Wolhusen bieten sich hervorragend dafür an, sagt Agner. Dies verbessere ausserdem die medizinische Grundversorgung auf dem Lande erheblich.

Fachkräftemangel

Thomas Neuhaus, Leiter des Kinderspitals Luzern, kann das Anliegen gut verstehen. Er betont aber, dass es schon jetzt sehr schwierig ist, kompetentes Personal zu finden, das Erfahrung hat, mit Kindern umzugehen. Es sei deshalb fast unmöglich, genügend qualifiziertes Personal für regionale pädiatrische Notfallzentren zu bekommen. Zudem brauche es neben dem Fachpersonal auch kindergerechte Wartesäle und Behandlungsräume. Auch müssten zusätzlich spezielle Diagnosegeräte angeschafft werden. Aus diesen Gründen sei es besser, die vorhandenen Ressourcen auf das neue Luzerner Kinderspital zu konzentrieren, das im Jahr 2025 eröffnet werden soll.

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