Armee verschrottet die Hälfte ihrer Munition

In den nächsten 15 Jahren soll die Munition zerstört werden

Rund die Hälfte der aktuellen Munition der Schweizer Armee wird ungenutzt zerstört.

Die Schweizer Armee verschrottet in den nächsten 15 Jahren rund die Hälfe ihrer Munition, ohne sie je gebraucht zu haben. Grund ist, dass die Munitionsbestände veraltet sind. Das VBS hat die Information gegenüber der Schweiz am Wochenende bestätigt.

Aktuell hat die Munition der Schweizer Armee einen Wert von rund 3.4 Milliarden Franken. In den kommenden 15 Jahren soll also Munition für rund 1.7 Milliarden Franken verschrottet werden. Auch die Verschrottung selbst kostet über 10 Millionen Franken jährlich. Das Verteidigungsdepartement will die leeren Regal aber wieder füllen. Im Rüstungsprogramm 2019 sind fast 150 Millionen Franken eingetragen, welche für den Kauf von neuer Munition eingesetzt werden soll. Linke Sicherheitspolitiker hatten erfolglos versucht, den Betrag zu verkleinern.

Wegen der Verschrottung der Munition reagieren nun auch rüstungsfreundliche Politiker besorgt. So hat etwa der Schwyzer SVP-Ständerat Alex Kuprecht angekündigt, die Entsorgung der Munition in der nächsten Sitzung der sicherheitspolitischen Kommission im August zum Thema zu machen.

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