Höhere Steuern in Obwalden

Obwaldner Bevölkerung stimmt über Nachtrag zum Steuergesetz ab

Die Obwaldner Regierung will die Steuern um bis zu 4% erhöhen. Das soll zusammen mit den laufenden Sparmassnahmen den Finanzhaushalt des Kantons sanieren. Es sollen rund 11 Millionen Franken mehr in die Kantonskasse fliessen. Im kommenden Herbst soll die Bevölkerung über den Nachtrag zum Steuergesetz abstimmen.

Die Steuererhöhung von 0.3 Einheiten bedeutet für natürliche Personen eine tragbare Erhöhung wie die Obwaldner Finanzdirektorin Maya Büchi versichert. Gleichzeitig verden die Abzüge auf Fahrtkosten auf 10'000 Franken beschränkt und die Grundstückgewinnsteuer von 1.8% auf 2% erhöht. Bei den juristischen Personen soll die Kapitalsteuer hingegen von 0.2% auf 0.001% gesenkt werden. Diese Massnahme sei wichtig, um den Wirtschaftsstandort Obwalden attraktiv zu halten, sagte Büchi.

Steuer- und AHV-Vorlage

Im gleichen Massnahmenpaket wird auch über die Steuern- und AHV-Vorlage (STAF) des Bundes abgestimmt. Hier geht es vorallem darum, die Ausgestalltung der Massnahmen festzulegen, denn auch wenn die Bevölkerung den Nachtrag ebenfalls ablehnt, treten einige der STAF Massnahmen trotzdem in Kraft. Diese sind die Einführung einer sogenannten Patentbox, bei der Gewinne aus Patenten tiefer besteuert werden soll. Der Kanton Obwalden will diese Entlastung auf maximal 90% beschränken. Desweiteren soll ein Abzug für Forschung und Entwicklung von maximal 150% des Aufwandes möglich werden. Um aber zu verhindern, dass Firmen wegen den vorgeschlagenen Entlastungen sehr tiefe oder gar keine Steuern mehr zahlen, soll eine Entlastungsbegrenzung von maximal 70% des steuerbaren Gewinns betragen.

Die Obwaldner FDP-Kantonsparlamentarierin Maya Büchi

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