Probleme wegen Personal im AKW Leibstadt

Wegen eines Sparprogramms ist es vermehrt zu Zwischenfällen gekommen

Im AKW Leibstadt mangelt es offenbar an Personal.

Ein Sparprogramm hat laut Behörden zu mehreren Zwischenfällen im Aargauer Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) geführt. Die Nuklearaufsicht des Bundes (Ensi) überprüft nach Mitarbeiterfehlern den Stellenabbau in der Atomanlage, wie die «SonntagsZeitung» mit Verweis auf ein internes Sitzungsprotokoll berichtet.

Im AKW Leibstadt ist es in den vergangenen Jahren vermehrt zu Problemen gekommen. Grund ist ein Sparprogramm, konkret wurde Personal abgebaut. Der Personalabbau seit 2015 sei einer der «wesentlichen Gründe für die Probleme im KKL», heisst es demnach in dem Papier vom Juni dieses Jahres. Menschliche und organisatorische Faktoren hätten einen «wesentlichen Anteil» an den Vorkommnissen.

In letzter Zeit kam es im Atomkraftwerk laut der Aufsichtsbehörde immer wieder zu Zwischenfällen, bei denen menschliche und organisatorische Faktoren eine zentrale Rolle spielten. Die Kraftwerksleitung muss dem Bericht zufolge dem Nuklearsicherheitsinspektorat belegen, «wie die Sicherheit der Anlage trotz der geplanten Verringerung des Personalbestands weiterhin gewährleistet bleibt». Bis 2022 werde man weiter Stellen abbauen, die nicht sicherheitsrelevant seien, teilte das KKL mit. In sicherheitsrelevanten Bereichen seien zusätzliche Planstellen geschaffen worden. Das KKL will den Mitarbeiterbestand von 499 Stellen Ende letzten Jahres bis 2022 auf rund 470 senken.

Quelle: sda

Kommentieren

comments powered by Disqus