Thomas Süssli wird neuer Armeechef

Der Bundesrat wählte den 52-Jährigen zum Nachfolger von Philippe Rebord

Thomas Süssli wird neuer Chef der Schweizer Armee (CdA). Der Bundesrat hat den 52-Jährigen per Januar 2020 als Nachfolger von Armeechef Philippe Rebord gewählt. In seine Amtszeit wird unter anderem die Abstimmung über den Kauf neuer Kampfflugzeuge fallen. 

Der neue Armeechef lebt mit seiner Familie in Oberkirch im Kanton Luzern. Bis vor wenigen Jahren war Süssli Milizoffizier und in der Finanzbranche tätig. Für einen hohen Stabsoffizier hat er eine eher untypische Karriere.

Der gelernte Chemielaborant liess sich zum Programmierer, Wirtschaftsinformatiker und Finanzanalytiker ausbilden, war dann für die UBS in Basel, Zürich und London unterwegs und gründete in Zürich die auf Finanzsoftware spezialisierte Firma IFSB. 2008 folgten leitende Funktionen als Bankmanager, zuletzt bei der Bank Vontobel in Asien.

Cyber-Rekrutenschule

2015 wurde Süssli vom Bundesrat zum Kommandanten der Logistikbrigade 1 ernannt. Anfang 2018 erfolgte die Ernennung zum Chef der Führungsunterstützungsbasis mit gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär. Einen Auftritt in den Medien hatte Süssli, als die Armee im Herbst 2018 die erste Cyber-Rekrutenschule lancierte.

Süssli war in den letzten Monaten zwar immer wieder als möglicher Nachfolger von Rebord genannt worden, jedoch nie an erster Stelle. Dort stand in der Regel Aldo Schellenberg als Stellvertreter des heutigen Armeechefs. Immer wieder genannt wurde auch der ehemalige Kampfjet-Pilot und heutige Chef des Armeestabs Claude Meier oder Divisionär Hans-Peter Walser, Kommandant der Territorialdivision 2.

Kampfjet-Abstimmung

Süssli tritt das Amt am 1. Januar 2020 an. Zu den grössten Herausforderungen, die der neue Armeechef zu bewältigen haben wird, gehört die Abstimmung über den Kauf neuer Kampfflugzeuge. In seine Amtszeit dürfte auch die Beschaffung neuer Fliegerabwehrraketen fallen.

Gesundheitliche Gründe

Philippe Rebord hatte seinen Rücktritt per Ende Jahr Anfang April angekündigt. Als Grund gab er eine schwere Thrombose und einen anstehenden Eingriff am Hüftgelenk an. Rebord litt unter starken Schmerzen. Er werde sich "durchbeissen", sagte er damals.

Quelle: sda 

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