Zentralschweizer Wein boomt

Wegen der Klimaerwärmung floriert die Weinproduktion

Wenn Schweizerinnen und Schweizer noch einen Wein zum Essen bestellen, dann soll es meistens ein Italiener oder ein Franzose sein. Wieso aber nicht mal einen Einheimischen ausprobieren? Die regionalen Weine können sich auch in Zukunft durchaus durchsetzen.

Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in der Zentralschweiz kein Wein angebaut. 90 Jahre später waren es nur 8 Hektaren Land, auf denen Weinreben standen. Heute, 30 Jahre später, sind es deren schon knapp 88 Hektaren. Eine Entwicklung auf die der oberste Winzer der Zentralschweiz stolz ist. «Die mineralhaltigen Böden sind ideal, das Können der hiesigen Winzer phänomenal und – der Klimaerwärmung sei Dank - das Wetter werde immer besser», sagt Beat Felder, Rebbaukommissär der Zentralschweizer Kantone. Dies alles schlage sich in der Qualität der Weine nieder und dies wiederum in den Verkaufszahlen. Die Branche blickt also optimistisch in die Zukunft.

Mit Preisen gesegnet

Die Innerschweizer heimsen regelmässig Preise ein. Wenn man die Anzahl Ehrungen auf die Anbaufläche und Anzahl Winzer hochrechnet, dann liegen die Zentralschweizer Weinbauern sogar noch vor den traditionellen Schweizer Anbaugebieten, wie dem Wallis oder Waadtland. Bei den pilzresistenten Sorten sind die Innerschweizer Kantone schweizweit führend. Fast jeder Dritte Rebstock ist hier durch Züchtung resistent gegen Pilzbefall. Dadurch kann ein Grossteil der Fungizide eingespart werden. Im internationalen Vergleich gewinnen Weine aus den pilzresistenten Sorten der Zentralschweiz immer wieder Goldmedaillen.

Schloss Heidegg mit dem Rebberg.

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