Unterwegs beim Wildheuen

Traditionelles Handwerk tief im Isenthal

Seit Jahrhunderten steigen Älpler zum Wildheuen in abgelegene Gebiete. Die ungedüngten Wiesen haben einen natürlichen Pflanzenwuchs und sind so sehr wertvoll. Fabienne Bamert greift im «unterwegs» für dieses traditionelle Handwerk selber zur Sense.

Fast ein Drittel der in der Schweiz genutzten Wildheuflächen befinden sich im Kanton Uri. Tief im Isenthal, im Gebiet Gitschenen, trifft Fabienne Bamert Josef Aschwanden. Er ist auf rund 1800 Metern über Meer an der Arbeit und überlässt der «unterwegs»-Moderatorin die Sense. «Du musst rundere Bewegungen machen», so die ersten Anweisungen von Sepp. Fabienne Bamert merkt, dass das Wildheuen, trotz herrlicher Aussicht, ein richtiger Knochenjob ist.

Der wohl älteste Wildheuer der Schweiz

Mit dabei ist auch Josefs Vater, Josef Senior. Der 92-jährige hilft seit unfassbaren 80 Jahren beim Wildheuen mit: «Für das Hinauflaufen brauche ich etwas länger als früher», sagt er schmunzelnd. «Aber das Wildheuen ist die schönste Arbeit, die es gibt.»

Burditragen als Wettkampf

Das Heu wird zu Bündel, sogenannten «Burdis», zusammengepackt und per Heuseil ins Tal transportiert. Im Melchtal im Kanton Obwalden hat man daraus vor 26 Jahren eine eigene Meisterschaft kreiert. In Zweierteams gilt es, das Burdi möglichst schnell durch den Parcours zu tragen. Der Event, der jährlich von der Landjugend Sarneraatal organisiert wird, hat sich zu einem Volksfest entwickelt. Wie schnell wohl Fabienne Bamert den Parcours bewältigt? Sie erfahren es diesen Sonntag, im «unterwegs».

Wunderbare Aussicht im Urner Isenthal. Sepp Aschwanden erklärt Fabienne Bamert die Sense. Fabienne rennt um die Wette. 25 kg wiegt das Burdi für die Damen. Sogar die Feuerwehr hängt sich rein.

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