Rechtsextremes Konzert in Wolhusen

Gegen die Bandmitglieder bestand ein Einreiseverbot

In Wolhusen hat am vergangenen Samstag ein Konzert einer rechtsextremen Band aus Deutschland stattgefunden. Gegen Bandmitglieder bestand ein Einreiseverbot für die Schweiz, weshalb die Luzerner Polizei das Konzert stoppte. Zwei Bandmitglieder wurden aufgefordert, die Schweiz zu verlassen.

Am Samstag, 12. Oktober, gingen bei der Luzerner Polizei Hinweise ein, wonach im Kanton Luzern ein Konzert einer rechtsextremen Band aus Deutschland stattfinden werde. Die Ermittlungen ergaben, dass das Konzert im Raum Steinhuserberg in der Gemeinde Wolhusen über die Bühne gehen sollte.

Die Luzerner Polizei führte deshalb dort am Abend eine Kontrolle durch. Dabei wurden Konzertbesucher und auch die Mitglieder der deutsche Band „Kraftschlag“ kontrolliert. Diese Band gilt als eine Rechtsrock-Band, die in neonazistischen Kreisen bekannt ist. Gegen Bandmitglieder bestand ein von der Fedpol verfügtes Einreiseverbot. Zwei Bandmitglieder wurden deshalb aufgefordert, die Schweiz zu verlassen. Nach der Vorsprache der Polizei stellte die Band die Musik ein, heisst es in einer Mitteilung. Die gesetzlich verankerte Versammlungsfreiheit sei auch nach dem Polizeieinsatz weiterhin gewährleistet gewesen.

Die Luzerner Polizei ermittelt nun weiter, ob im Zusammenhang mit der Konzertveranstaltung Gesetzesverstösse erfolgt sind. Die Veranstaltung in Wolhusen wurde von rund 150 Personen besucht.

Audiofiles

  1. Rechtsextreme Band veranstaltet Konzert am Steinhauserberg in Wolhusen. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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