Eidgenössische Wahlen in der Zentralschweiz

So wurden die National- und Ständeratssitze verteilt

Die Eidgenössischen Wahlen aus Zentralschweizer Sicht.

In der Zentralschweiz sind am Sonntag, 20. Oktober, die National- und Ständeratssitze neu verteilt worden. In den Kantonen Uri, Ob- und Nidwalden sind die Resultate eindeutig. Keine eindeutigen Resultate gab es bei den Ständeratswahlen in den Kantonen Zug, Luzern und Schwyz. Dort wurde jeweils erst ein Sitz vergeben.

In Zug und Obwalden haben erstmals Frauen den Sprung in den Nationalrat geschafft. Mit Monika Rüegger hat der Kanton Obwalden seine erste Nationalrätin. Sie eroberte den Sitz zurück, den die SVP 2015 verloren hatte. Auch Zug hat seine historische Frauen-Vakanz beendet: Manuela Weichelt-Picard hat für die Alternative - die Grünen (ALG) den Nationalratssitz zurückerobert, den die Partei vor acht Jahren der FDP abtreten musste.

Die Resultate des Ständerats im Überblick

Auch nach dem heutigen Wahlsonntag bleiben einige Zentralschweizer Ständeratssitze noch unbesetzt. In den Kantonen Schwyz, Luzern und Zug kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Dennoch konnten auch mehrere Bisherige ihren Sitz halten.

  • Luzern

FDP Ständerat Damian Müller ist die Wiederwahl geglückt. Mit 65'784 Stimmen wurde er als Ständerat bestätigt und kann somit seine zweite Amtszeit in der kleinen Kammer antreten. Von den weiteren Kandidaten schaffte niemand das absolute Mehr. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang.

  • Schwyz

Ähnlich wie in Luzern sieht die Situation im Kanton Schwyz aus. Auch hier wurde ein Bisheriger bestätigt. Alex Kuprecht von der SVP bekam 24'695 Stimmen und wurde damit wiedergewählt. Der zweite Sitz konnte noch nicht besetzt werden. Pirmin Schwander (SVP) und Othmar Reichmuth (CVP) lieferten sich ein Kopf an Kopf- Rennen. Schlussendlich reichte es jedoch keinem der beiden für ein absolutes Mehr.

  • Zug

In Zug gelang es dem CVP-Ständerat Peter Hegglin seinen Sitz zu verteidigen während die anderen sechs Kandidierenden weiter bibbern müssen. Auch hier entscheidet der zweite Wahlgang über die Besetzung des noch freien Sitzes. Dieser findet am 17. November statt.

  • Uri

In Uri gab es hinsichtlich des Ständerates keine Überraschungen. Regierungsrätin Heidi Z’graggen (CVP), wie auch Josef Dittli (FDP) wurden in den Ständerat gewählt. Ein absehbares Resultat, da sie die einzigen Kandidaten für den Ständerat waren.

  • Nid- und Obwalden

In den beiden Halbkantonen Ob- und Nidwalden wurden die beiden bisherigen Ständeräte in stiller Wahl bestätigt. So behält Hans Wicki (FDP) weiterhin den Sitz von Nidwalden. Erich Ettlin bleibt weiterhin für den Kanton Obwalden im Ständerat.

Der Nationalrat im Überblick

  • Luzern

Von den 19 Zentralschweizer Nationalratssitzen entfallen neun auf Luzern. Der grösste Zentralschweizer Kanton verliert auf die neue Legislatur ein Mandat. SVP und FDP haben je einen Sitz verloren, einen zusätzlich erhält mit den Grünliberalen das links-grüne Lager. Der Luzerner Nationalrat im Überblick: 

Yvette Estermann (SVP; bisher)

Franz Grüter (SVP; bisher)

Ida Glanzmann (CVP; bisher)

Andrea Gmür (CVP; bisher)

Leo Müller (CVP; bisher)

Albert Vitali (FDP; bisher)

Prisca Birrer (SP; bisher)

Michael Töngi (Grüne; bisher)

Roland Fischer (glp; neu)

  • Uri, Ob- und Nidwalden

Uri, Ob- und Nidwalden haben je nur einen Sitz. In Uri hat die CVP der SVP den einzigen Nationalratssitz weggeschnappt. Die Wahl schaffte Landrat Simon Stadler. In Nidwalden wurde der bisherige Nationalrat Peter Keller (SVP) klar bestätigt. Und für den Kanton Obwalden schaffte es Monika Rüegger (SVP) als erste Frau in den Nationalrat.

  • Zug

Im Kanton Zug war die FDP nicht nur bei den Ständerats-, sondern auch bei den Nationalratswahlen unter Druck. Die Partei verlor ihren Sitz an die Linken, welche sich diesen mit Regierungsrätin Manuela Weichelt sicherten. Die beiden Bisherigen Gerhard Pfister (CVP) und Thomas Aeschi (SVP) wurden wiedergewählt.

  • Schwyz

Die Schwyzer Stimmbevölkerung hat alle vier bisherigen Nationalräte wiedergewählt: Marcel Dettling (SVP), Petra Gössi (FDP), Pirmin Schwander (SVP) und Alois Gmür (CVP) konnten ihre Sitze verteidigen. Die Linke bleibt aussen vor.

(Quelle: sda)

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