Luzern: Vereine von Lotto-Abgabe entlastet

Offen ist, wer für die Vergabe der Millionen von Swisslos zuständig ist

Swiss-Lotto im Spielständer

Luzerner Vereine müssen künftig keine Abgaben mehr an den Kanton entrichten, wenn sie ein Lotto organisieren. Das Kantonsparlament hat das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über Geldspiele entsprechend angepasst. Noch nicht genau geregelt hat das Parlament, wer für die Vergabe von Beiträge aus Grossspielen zuständig sein soll.

Im vergangenen Jahr fanden im Kanton noch knapp 130 Lotto-Veranstaltungen von Vereinen statt. Die Abgaben lagen bei total rund 250‘000 Franken. Diese Geld soll man besser den Vereinen überlassen, der Kanton könne gut darauf verzichten, befand das Parlament.

Diskussionen gab es bei der Frage, wer für die Vergabe der Gelder aus Grossspielen zuständig sein soll. Der Kanton Luzern erhielt hier im vergangenen Jahr von Swisslos über 20 Millionen Franken ausbezahlt. Aktuell liegt die Kompetenz dafür meistens bei den kantonalen Departementen.

In der Vergangenheit hatte die Geldvergabe aus diesem Lotterie-Topf immer wieder für Diskussionen gesorgt, unter anderem nach einem „Moskau-Reisli“ der Regierung. Deshalb brauche es da eine neue Regelung, befand Roland Fischer von den Grünliberalen: „Wir wollen die Verteilung an eine unabhängige Stelle übertragen. Dies ist schlicht und einfach eine Frage einer guten Regierungs- und Verwaltungsführung ist.“

Jetzt muss nochmals die zuständige Kommission darüber diskutieren. Definitiv entschieden wird dann erst in zweiter Lesung.

 

Audiofiles

  1. Luzerner Vereine müssen für Lotto-Runden künftig keine Abgaben mehr an den Kanton entrichten. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

Kommentieren

comments powered by Disqus