«Öberall heds Pilzli draa»

Fabienne Bamert unterwegs in der Pilzsaison

Peach Webers Ohrwurm ist für Fabienne Bamert im aktuellen «unterwegs» Programm. Sie sucht mit dem Pilzverein Willisau einzelne Exemplare im Wald, entdeckt in der Höhle der Gotthard-Bio-Pilze AG aber auch Pilze, soweit das Auge reicht. Ausserdem beweisen die Luzerner Designerinnen Hanna Hüttig und Ramona Teller, dass man aus Pilzen sogar Mode machen kann.

Über 7000 Pilzarten gibt es in der Schweiz. Gerade mal 300 davon sind essbar. Fabienne Bamert ist mit Claudia Selmani und ihrer Mutter Marie in den Willisauer Wäldern unterwegs. «Nicht alle Pilze wachsen zur selben Zeit und an den selben Orten», erzählt Claudia. «Die Geheimplätze werden dabei natürlich niemandem verraten». Manchmal braucht es auch Glück. Etwas abgelegen findet Fabienne eine grosse Lederkoralle. Pilzkontrolleur Sepp Wermelinger staunt später nicht schlecht: «In diesem Stadium habe ich den noch selten gesehen.»

Vom Käselager zum Pilzparadies

In einer Höhle in Stansstad reifte früher Käse. Heute wachsen dort Edelpilze der Gotthard-Bio-Pilze AG. Fabienne packt bei der Ernte der Kräuterseitlinge mit an. «Die Pilze haben hier ein optimales Naturklima. 12 bis 14 Grad, dazu rund 90 Prozent Luftfeuchtigkeit», erklärt Inhaber Alex Lussi. «So können pro Jahr bis zu 80 Tonnen Bio-Edelpilze geerntet werden».

Mode aus Pilz

Statt Pilze zu essen machen Hanna Hüttig und Ramona Teller lieber Mode daraus. Die Textildesignerinnen haben im Rahmen ihres Bachelorprojekts aus dem Kombucha-Teepilz ein nachhaltiges Leder gezüchtet. Die beiden sehen darin grosses Potenzial: «Mit diesem Leder können beispielsweise Plastikpailletten ersetzt werden».

Pilzsuche im Wald Leider nicht essbar, dafür schön anzusehen - der Fliegenpilz. Pilzkontrolle mit Sepp Wermelinger. Die Röhren verfärben sich, wenn man sie berührt. Eindeutig ein Maronen-Röhrling. Hanna Hüttig (links) und Ramona Teller im Atelier. Mode aus Pilzen. Pilze soweit das Auge reicht. Die Produktionshalle der Gotthard-Bio-Pilze AG.

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