«Klausjagen, das ist Weihnachtsauftakt»

Menschenmassen sind für das Klausjagen nach Küssnacht gekommen

Das Klausjagen 2019 fand bei bestem Wetter statt. Das Klausjagen 2019 fand bei bestem Wetter statt. Das Klausjagen 2019 fand bei bestem Wetter statt. Klausjagen 2019 Das Klausjagen 2019 fand bei bestem Wetter statt.

Wenn es in Küssnacht abends plötzlich ganz dunkel und richtig laut wird, dann ist klar, was geschlagen hat: Es ist Klausjagen. Am Donnerstag, 5. Dezember 2019 hat der traditionelle Umzug stattgefunden. Neben den farbigen Iffelen und lautstarken Tönen ist gemäss dem Präsidenten der Klausgesellschaft das Wichtigste in dieser Nacht der «Flow».

Das scharfe Zwicken der Geisselchlepfer durchschneidet die Dunkelheit in Küssnacht. Dann kommt der grosse Knall. Es ist 20:15 Uhr und der Klausjagen-Umzug hat begonnen. Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer säumen die Strassenränder. Vorsichtig stehen sie gerade so weit entfernt, dass sie nicht von den Geisseln getroffen werden. Einige können es nicht lassen und fotografieren mit Blitz, was mit bösen Blicken geahndet wird. Hier darf nichts leuchten, ausser die Iffelen.

Die kommen auch schon. Die Männer tragen ihre riesigen Werke auf dem Kopf und hüpfen durch die Strasse. Mehrere hundert Stunden haben sie investiert und die Iffelen aus Karton und farbigem Seidenpapier gebastelt. Die Iffelen sehen aus wie grosse Kirchenfenster. Entsprechend ruhig und besinnlich werden sie auch präsentiert, mal abgesehen von einigen Jauchzern.

Laut und im Takt

Vorbei mit der Ruhe ist es, wenn die Musik und die Treichler kommen. An vorderster Front ist der Präsident der Klausgesellschaft René Räber: «Wir sind direkt hinter der Musik und die gibt den Takt an. Wir müssen genau im Rhythmus sein, dabei entsteht ein Flow.» Dieser «Flow» begleitet Räber dann bestenfalls durch die ganze Nacht. Bis er seine Treichel abgegeben hat und verpflegt ist, zeigt die Uhr nach Mitternacht an. «Danach ist entscheidend, ob der Flow weitergeht. Falls ja macht man durch und geht am Morgen an den Umzug um 6:00 Uhr», sagt Räber. Spätestens um 7:00 Uhr gehe er nach Hause.

Mitten im Umzug dabei ist der Samichlaus. Um ihn geht es schliesslich beim Klausjagen. Für die Besucherin Conny Laimbacher aus dem Kanton Aargau ist klar: «Das ist für uns der Weihnachtsauftakt.»

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