Frühlingshaftes Wetter bremst die Skifahrer aus

Auch den Skigebieten in der Region macht es einen Strich durch die Rechnung

Der Start in die Wintersaison ist für die Zentralschweizer Skigebiete nicht optimal gelaufen. Statt Schneegestöber und klirrender Kälte gab es Föhnböen und Temperaturen bis zu 20 Grad. Das aktuelle Wetter macht den Schneesportlern und Skigebieten einen Strich durch die Rechnung.

Momentan sieht es nicht danach aus, als würde der grosse Schnee bis zum Jahresende noch fallen. Im Wintersportgebiet Hoch-Ybrig im Kanton Schwyz beispielsweise ist lediglich ein Drittel aller Anlagen geöffnet. Beschneien sei bei diesen Temperaturen auch nicht möglich. Vor einem Jahr seien es um diese Zeit rund 5'000 Erstzutritte gewesen, sagt Urs Keller der Geschäftsleitung des Ferien- und Sportzentrums Hoch-Ybrig:

"Die Einbussen im Vergleich zum vergangenen Dezember sind rund 10 Prozent."

Hinzu komme, dass gewisse Anlagen aufgrund der Windstürme in den vergangenen Tagen ausser Betrieb genommen werden mussten. 

Orkanböen in Engelberg/Titlis

Ähnlich sieht es im Gebiet Engelberg/Titlis aus: Rund die Hälfte der Pisten inklusive Tal-Abfahrt sind geschlossen. Aufgrund der Orkanböen mussten am Dienstag, 17. Dezember, sämtliche Anlagen geschlossen werden. Peter Reinle, Stellvertretender Geschäftsführer der Titlis Bergbahnen auf dem Jochpass:

"Hier ist Schnee geblieben im Vergleich zum Dorf. Hier kann der Föhn nicht so viel machen." 

Bereits für Freitag, 20. Dezember, sagt MeteoSchweiz wieder starke Föhnstürme voraus. Mit etwas Glück bleibt für die Schneesportler in der Höhe jedoch noch etwas Schnee liegen.

Grüne Flecken im Mythenpark auf 1'420 m ü. M. am Mittwochnachmittag. In Engelberg hat der Föhnsturm die Anlagen am Dienstag lahmgelegt (Bild: Jochpass 2'207 m. ü. M. am Mittwoch).

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