Wermuth und Meyer wollen zu zweit an SP-Spitze

«Die Zeit der Helden ist abgelaufen»

Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth (links) mit Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer (rechts).

Wer wird neuer Parteichef der SP? Der aktuelle Präsident Christian Levrat tritt im April 2020 zurück. Mattea Meyer und Cédric Wermuth kandidieren gemeinsam für das Präsidium.

Keine Einezelkämpfer – mit Teamwork soll die SP zu alter Stärke zurückfinden. Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer und Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth kandidieren gemeinsam für das SP-Präsidium. Das kündigen sie in einem Interview mit der Wochenzeitung «WOZ» an.

«Die Zeit der Einzelkämpferinnen und –kämpfer sowie der grossen Heldinnen und Helden ist abgelaufen», sagt Meyer über das Co-Präsidium. Beide streiten ab, dass sie nur gemeinsam kandidieren, um die Wahlchancen zu erhöhen. Sie würden sich gut kennen, einander vertrauen und hätten schon gute Erfahrungen gemacht. Auch die politische Nähe bündle ihre Stimme für eine starke SP.

Diese Ziele wollen Wermuth und Meyer anstreben

Die Wahlen im Oktober haben die SP selbstkritisch gestimmt. Die Partei habe die Anliegen der Wähler zu wenig berücksichtigt.

Wermuth und Meyer möchten künftig Probleme anpacken wie die Klimakrise und Ungleichheit. Zudem auch den Sinneswandel eindämmen, der von demokratischen Werten abweicht und immer mehr autoritäre Formen annimmt. Weltweit erschüttern Proteste die politischen Lager. Die Menschen seien empört über die Ungerechtigkeit in der Welt und die SP müsse mit dieser sozialen Bewegung mitgehen.

Verantwortung auf mehr Schultern verteilt  

Innerhalb der SP vertreten Meyer und Wermuth den linken, urbanen Flügel. Auf die Frage der WOZ, wie sie andere Mitglieder erreichen will, antwortet Meyer: «Diese angeblichen Flügelkämpfe sind eine Mediengeschichte. » Die verschiedenen Meinungen innerhalb der SP wolle man bündeln. Die Partei habe eine Grundhaltung, darauf könne man aufbauen.

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