Kloster Einsiedeln in neuem Licht

LED-Beleuchtung erhellt die Fassade des Klosters

Eine LED-Beleuchtung wirft die Klosterfassade in neues Licht.

Pünktlich zum christlichen Fest von Licht und Liebe rückt ein neues Beleuchtungskonzept das Kloster Einsiedeln ins rechte Licht und geht gleichzeitig gegen Lichtverschmutzung vor. Am Mittwochabend haben die neuen Projektoren erstmals die Fassade erhellt.

Die veralteten Flutlichter, die bisher mit gelborangem Ton bis zum Nachbarort zu sehen waren, habe man durch eine zeitgemässe und energiesparende LED-Beleuchtung ersetzt, schreibt das Kloster in einer Medienmitteilung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 180'000 Franken, wie es auf Anfrage hiess. 2015 liess das Kloster einen ersten Konzeptentwurf erstellen. Nach mehreren Probebeleuchtungen wurde er verändert und erweitert. Neu illuminiert eine St.Galler Firma die Fassade mit warmweisser Lichtfarbe, die aus acht Projektoren strahlt.

Die neue Ausstattung erlaube es, das Licht nur auf die Fassade zu lenken und das Beleuchtungsniveau auf das Notwendige zu reduzieren. Der Schein ist so auf Fenster und Türen gerichtet, dass kein unnötiges Licht in die Zimmer fällt. Der Energieverbrauch der Beleuchtung sinkt um 60 Prozent.

Amberfarbenes Licht an hohen Feiertagen

Eine zusätzliche Akzentbeleuchtung hebt den Mittelteil und die Kirchtürme stärker hervor. An hohen Feiertagen verstärkt ein amberfarbenes Licht in den Glockenstuben und Fenstern des Mittelteils diese Betonung zusätzlich. Das neue Beleuchtungskonzept setzt jeweils zur Dämmerung ein und leuchtet grundsätzlich bis 22.30 Uhr. Einzig kritische Teile wie etwa die Treppenbeleuchtung bleiben bis 1 Uhr eingeschaltet, solange wie auch die Strassenlaternen in Einsiedeln die Nacht erhellen.

In den vergangenen Jahren erlebte das Kloster ein regelrechtes Facelifting. Neben dem Klosterplatz wurden auch die halbkreisförmigen begehbaren Arkaden saniert. Einsiedeln ist der meistbesuchte Wallfahrtsort der Schweiz. Die Klostergemeinschaft in Einsiedeln lebt nach den Regeln des Heiligen Benedikt. Sie besteht ununterbrochen seit anno domini 934 und umfasst heute rund 50 Mitbrüder zwischen 30 und 90 Jahren.

Quelle: sda

Kommentieren

comments powered by Disqus