SVP-Parteipräsident Rösti tritt im Frühling ab

Grund sind die Wahlverluste der SVP im Herbst

Albert Rösti.

SVP-Parteichef Albert Rösti will nach vier Jahren im Amt im Frühling zurücktreten. Dies sagte der 52-jährige Nationalrat aus dem Berner Oberland dem SonntagsBlick. Er zieht damit Konsequenzen nach den Wahlverlusten der grössten Schweizer Partei im Herbst.

Ihm sei klar geworden, dass die SVP grosse Arbeit in den Kantonen leisten müsse, sagte Rösti im Interview. Ein zukünftiger Parteipräsident müsse da noch mehr Zeit investieren können. Der zweifache Vater will sich auf sein Nationalratsmandat sowie sein Teilpensum als Gemeindepräsident der 6000-Seelen-Gemeinde Uetendorf bei Thun konzentrieren. Rösti war im März 2018 für zwei weitere Jahre im Amt als SVP-Chef bestätigt worden.

Der Entscheid für einen Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt sei zwingend, sagte Rösti weiter. "Das Präsidium wird alle zwei Jahre gewählt, aber eine Partei funktioniert in einem Vierjahresrhythmus. Jetzt gilt es, einen Präsidenten für die Wahlen 2023 aufzubauen."

"Nett sein ist nichts Schlechtes"

Auf die Frage, ob sein konziliantes Auftreten nicht zum Stil der Rechtspartei gepasst habe, meinte Rösti: "Das Gegenteil war der Fall. Eine Partei, die so schnell gewachsen ist, brauchte eine ausgleichende Figur in den letzten Jahren. Nett sein ist nichts Schlechtes."

Der promovierte Agronom Rösti war 2016 erstmals zum Parteipräsidenten der SVP gewählt worden. Der seit 2011 amtierende Nationalrat war der einzige Kandidat für das Präsidentenamt. Insgesamt mischt er seit acht Jahren an der Front der SVP mit. Zunächst als Mitglied der Kampagnenleitung der Masseneinwanderungs-Initiative, 2015 als Wahlkampfleiter und danach vier Jahre als Parteipräsident.

(Quelle: sda)

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