Über 1000 Selbstanzeigen im Kanton Luzern

Fast 400 mehr Fälle als im vorletzten Jahr

Im Kanton Luzern gab es im vergangenen Jahr wieder viele straflose Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen.

Die Zahl der straflosen Selbstanzeigen für Steuersünder ist im Kanton Luzern im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Die Steuerbehörden schloss 1028 Fälle ab nach 644 im Vorjahr. Daraus resultiert ein Gesamtsteuerertrag von 14,3 Millionen Franken.

Trotz der Rekordzahl bearbeiteter Verfahren, die laut der Dienststelle Steuern auch auf eine personelle Aufstockung zurückzuführen ist, liegen die Erträge für Bund, Kanton und Gemeinden nur gut zwei Millionen Franken über dem Schnitt der Jahre 2010 bis 2019, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Das, weil der durchschnittliche Ertrag pro Fall im Jahr 2019 sehr tief lag.

Dem Kanton und den Gemeinden bleiben 11,7 Millionen Franken vom Gesamtertrag. Die restlichen 2,6 Millionen Franken erhält der Bund. Seit 2010 gilt die Möglichkeit, einmal im Leben eine straflose Selbstanzeige einzureichen und damit nicht deklarierte Einkommen und Vermögen zu melden. Dabei müssen die Steuerpflichtigen die Nachsteuer samt Zins auf maximal zehn Jahre zurück bezahlen.

Natürliche Personen mit meisten Selbstanzeigen

Seit der Einführung der Praxis führte der Kanton Luzern jährlich im Durchschnitt 440 Verfahren. Insgesamt kam in den zehn Jahren ein Gesamtertrag von 121,6 Millionen Franken zusammen.

Die meisten Selbstanzeigen betrafen 2019 wie in den Vorjahren natürliche Personen, die zum Beispiel nicht angegebene Nebenbeschäftigungen oder Renten und insbesondere Vermögen sowie Erträge aus nicht deklarierten Wertschriften, Konten oder Liegenschaften meldeten. Auffällig viele Fälle betreffen ausländische Geldkonten oder ausländische Liegenschaften.

(Quelle: sda)

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