Mehr Attraktiviät für Boulevard-Restaurants

Stadt will Reglement für Nutzung des öffentlichen Raumes anpassen

Wie in eine Zwangsjacke gedrängt fühlen sich viele Wirte in der Stadt Luzern, wenn es darum geht, eine Terrasse auf öffentlichem Grund zu betreiben. Die Regeln für die Gastronomen seien viel zu streng. So können sich die Lokale kaum kreativ ausleben und verdienen deshalb auch weniger, als sie eigentlich könnten. Die Stadt will die Regeln für Gastrobetriebe nun lockern und hat heute ein neues Konzept vorgestellt. Aber auch das ist dem Verband GastroRegionLuzern zu streng. 

Die Lockerungen der Regeln seien sehr willkommen. Aber laut Patrick Grinschgl, dem Präsidenten des Interessenverbandes GastroRegionLuzern, habe sich das Essverhalten der Gäste in den letzten Jahren völlig verändert. Heute verkaufe eine Bäckerei mehr Mittagessen als ein Restaurant. Sich eine Stunde lang zu Mittag hinsetzen, das gebe es immer weniger. Dafür kaufen immer mehr Menschen sich schnell etwas beim Take-Away. Deshalb fordert Grinschgl, dass Wirte auf ihrer Terrasse Take-Away anbieten dürfen.

Keine Erweiterung der Verkaufsfläche

Die Stadt sieht das Take-Away-Problem jedoch anders. Das Amt für Gastgewerbe erteilt Erlaubnis, ob, wo und wie ein Take-Away betrieben werden darf. Darauf hat die Stadt keinen Einfluss. Hingegen hat die Stadt Einfluss auf den öffentlichen Raum und diesen gelte es, für alle zugänglich zu halten. Zwar vermietet die Stadt öffentlichen Grund an die Gastronomen damit sie eine Terrasse einrichten können aber sie will nicht, dass der öffentliche Grund dann als erweiterte Verkaufsfläche benutzt wird.

Änderungen im Überblick

Die neuen Regeln, wie sie der Stadtrat vorschlägt, würden es den Beizern erlauben, auch Mobiliar auf die Terrasse zu stellen. Etwa eine Kommode oder eine Kaffeemaschine. Neu dürften auch bis zu 12 Events auf der Terrasse stattfinden, anstatt nur eines pro Jahr. Live-Musik dürfe jetzt ebenfalls auf der Terrasse stattfinden. Eine Dauerberieselung aus der Konserve hingegen dürfte es weiterhin nicht geben. 

Baldiges Inkrafttreten

Geht es nach dem Willen des Stadtrates, sollen die neuen Regeln schon ab dem 1. April gelten. Am 12. März stimmt das Stadtparlament über die neuen Regeln ab.

Kommentieren

comments powered by Disqus