Bund informiert zum Coronavirus und der Schweiz

Zehn Schweizer können bald von China zurück reisen

Der Corona-Virus ist im Moment in aller Munde. Wo man hingeht hört, sieht und liest man von der rätselhaften Lungenkrankheit aus China. Gestern wurde eine Hotline aufgeschaltet, wo man sich zum Virus informieren kann. Die Schweiz sei aber nicht beunruhigt, sondern wissensdurstig.

Laut der Nachrichtenagentur SDA kamen heute Morgen bis zum Mittag rund 170 Anrufe auf die Leitung der Hotline. Bei der Schweinegrippe vor zehn Jahren sind in der selben Zeit gut drei Mal mehr Anrufe eingegangen.

Die meisten Anfragen seien gemäss Cédric Berset von Bürgern in der Schweiz oder von Rückreisenden aus dem asiatischen Raum. Häufig gestellte Fragen seien was man tun müsse, wenn man aus einem «gefährlichen» Land zurückkomme oder dorthin reisen möchte.

Noch kein bestätigter Fall in der Schweiz

Heute gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Auskunft vor den Medien. In der Schweiz begrüsse man den Entscheid der Weltgesundheitsorganisation (WHO), den Notstand auszurufen. Damit werde die internationale Zusammenarbeit gefördert. Direkten Einfluss auf die Schweiz hätte der Entscheid aber nicht.

Seit Anfang Jahr sei die Schweiz dabei, sich intensiv vorzubereiten. Zusammen mit Kantonen seien nötige Massnahmen ergriffen worden, um Verdachtsfälle möglichst schnell abklären zu können. Weiterhin habe man auch Massnahmen ergriffen, um bestätigte Erkrankungen medizinisch versorgen zu können.

China-Schweizer nach Frankreich

Momentan befinden sich noch zehn Schweizer in der gefährdeten Provinz in China. Mit ihnen hätte das EDA Kontakt und man versuche sie nach Hause zu holen. Frankreich sei bereit, in einem zweiten Flug auch Schweizerinnen und Schweizer nachhause zu nehmen. Sie müssten dann aber zuerst noch zwei Wochen in Frankreich in Quarantäne bleiben.

Wann genau der Flug stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. Voraussichtlich sollte dieser aber in der Nacht auf Samstag fliegen.

Audiofiles

  1. Corona Virus: Interview mit EDA. Audio: Manuel Risi / Carla Keller

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