Coronavirus: Schweiz noch ohne Massnahmen

In Italien ist ein Fall nahe der Schweizer Grenze bestätigt

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ergreift trotz zunehmender Anzahl an Coronavirus-Erkrankten in Italien bislang keine weiteren Massnahmen wegen des Virus. Die Schweizer Behörden beobachten die Situation in Italien "genau".

Das teilte das BAG am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Situation könne sich jedoch schnell ändern. In Bezug auf die Situation in Italien sagte das BAG, dass es sich um einen lokalen Ausbruch handle, der mit allen Mitteln unter Kontrolle gebracht werden müsse.

Auch die SBB hat bezüglich des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs aktuell keine Massnahme getroffen. "Wir stehen in engem Kontakt mit dem BAG, welches Empfehlungen abgibt und Massnahmen anordnet", sagte Daniele Pallecchi, Mediensprecher der SBB.

Für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr müssten einheitliche Massnahmen gelten, da sich das Streckennetz zahlreicher anderer Transportunternehmen wie jenes der Rhätischen Bahn, der Deutschen Bahn und des Flixbus über die Grenzen erstrecke.

100 Infizierte in Italien

Zur Strategie der Schweiz gehört bisher, dass in der Schweiz wohnhafte Personen, die in Corona-Gebieten waren - insbesondere in China oder auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen auf asiatischen Gewässern - nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gesetzt werden.

In der Schweiz ist bis bislang kein Fall einer infizierten Person bekannt. Bisher waren alle 280 Verdachtsfälle negativ. Italien zählt aktuell die meisten Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in Europa. Nach den beiden Todesfällen, die am Freitag und Samstag gemeldet wurden, ist die Zahl der Infizierten inzwischen auf mehr als 100 gestiegen.

In Italien wurden am Sonntag bereits einige Fussballspiele der Serie A verschoben, wie auch beispielsweise der berühmte Karneval in Venedig.

(Quelle: sda)

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