Nicht alle können auf den ÖV verzichten

Die Empfehlungen vom Bund bezüglich Coronavirus können nur teilweise eingehalten werden

Die Stosszeiten im Öffentlichen Verkehr meiden. Das rät der Bund um dem Coronavirus aus dem Weg zu gehen. Am Montag sind nach dem Wochenende wieder tausende zur Arbeit gefahren. Einen Unterschied im Bahnhof Luzern liess sich jedoch nicht feststellen. Man habe nur minimal weniger Pendler wahrgenommen, meint das Personal vom Bahnhof.

Nicht auf den ÖV verzichtet, sondern gar nicht ins Büro gekommen sind ein Grossteil der Mitarbeiter vom Pharmakonzern MSD in Luzern. «Wir empfehlen vor allem den Mitarbeitern Homeoffice zu machen, welche sich um ältere Menschen kümmern oder Kleinkinder haben», meint Jean Blaise Defago, Mediensprecher MSD. Die Empfehlungen vom Bund seien im Bürobetrieb einfach umzusetzen. Die digitale Kommunikationstechnik sei bereits sehr etabliert und die Mitarbeiter haben gleitende Arbeitszeiten.

Schwerer ist die Umsetzung im Produktionsbereich, fügt Defago hinzu: «Die Mitarbeiter müssen produzieren, sie können sich nicht anpassen. Sie haben jedoch eigene striktere Regeln. » So gehen dort beispielsweise keine ganzen Teams gemeinsam Mittagessen, sondern man splittet sich auf.

Der ÖV Verzicht und Home-Office Betrieb sind bis jetzt Empfehlungen welche sicher noch eine Weile gelten. Neben den Absagen von Veranstaltungen sind diese eine weiter Herausforderung für die Wirtschaft.

Audiofiles

  1. Corona Auswirkungen auf Pendlerverkehr. Audio: Michi Huser / Andreas Wolf

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