Hamsterkäufe: Detailhändler beruhigen

Kein Grund zur Panik - sagen Verantwortliche und der Bundesrat

Auch in der Zentralschweiz waren teils Regale gestern Abend leer. Auch in der Zentralschweiz waren teils Regale gestern Abend leer. Auch in der Zentralschweiz waren teils Regale gestern Abend leer.

In Einkaufsgeschäften ist es nach den neuen Massnahmen des Bundesrats gegen die Coronavirus-Epidemie zu Hamsterkäufen gekommen. Menschen standen in mehreren Städten vor teils leergekauften Regalen. Die Detailländler beruhigen aber.

Man sieht es in den Läden selbst oder dann auch auf Fotos in den sozialen Medien. Leere Gemüse- und Büchsenregale, selbst in grossen Detailhandelsfilialen in der gesamten Schweiz. Es komme in den Filialen teilweise trotz massiv erhöhten Lieferkapazitäten und riesigem Personaleinsatz zu leeren Regalen, teilte ein Migros-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Sonderschichten und Extrafahrten

Die Mitarbeitenden arbeiteten rund um die Uhr daran, um die Filialen mit zusätzlichen Mengen zu beliefern. In den Verteilzentren werde in Sonderschichten gearbeitet, erklärte der Sprecher weiter. Das Personal sei verstärkt worden und für die Belieferung der Filialen würden Extrafahrten unternommen. Die Kapazitäten auf der Strasse und der Schiene seien erhöht worden.

Verstärkte Nachfrage bei Toilettenpapier, Zucker oder Tiefkühl-Produkte

Die Nachfrage sei schweizweit seit Freitag nochmal sehr stark angestiegen, sagte eine Coop-Sprecherin. "Wir setzen alles daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen." Die Nachfrage sei seit zwei Wochen stark erhöht. Vermehrt gekauft werden den Angaben der Detailhändler zufolge etwa länger haltbare Lebensmittel, Beilagen, Tiefkühl-Produkte, Toilettenpapier, Mehl und Zucker sowie Handreinigungsprodukte. Zum Ausmass der Hamsterkäufe und zu den allenfalls höheren Tagesumsätzen machten die Unternehmen keine Angaben.

Hamsterkäufe seien nicht notwendig

Generelle Engpässe seien aktuell kein Thema, heiss es bei den Detailhändlern. Auch in der derzeitigen Ausnahmesituation sei es nicht notwendig, grosse Vorräte anzulegen, die weit über den Alltagsbedarf hinausreichen würden. "Wir werden auch nächste Woche laufend nachliefern und die Regale auffüllen", erklärte der Migros-Sprecher. "Es gibt keinen Engpass an Lebensmitteln, für Nachschub in der täglichen Versorgung ist auf jeden Fall gesorgt. Unsere Lager sind gut gefüllt."

Sommaruga warnt vor Panik

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga warnte trotz verschärfter Massnahmen am Freitag vor den Bundeshausmedien vor Panik. "Die Lage ist ernst, aber die Massnahmen müssen für die Bevölkerung weiterhin tragbar sein." Allgemeine Ladenschliessungen seien kein Thema.

Der Bundesrat hatte am Freitag weitreichende Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen und schränkte das öffentliche Leben weiter ein. So darf an den Schweizer Schulen bis am 4. April kein Unterricht mehr stattfinden. Bis Ende April sind alle Veranstaltungen im Land ab 100 Personen verboten. An der Grenze werden wieder Kontrollen gemacht. Der Wirtschaft will die Landesregierung zehn Milliarden Franken zur Verfügung stellen.

Quelle: sda

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