Luzerner Kantonsspital wechselt in den Notfallbetrieb

Alle nicht dringlichen Eingriffe werden bis auf Weiteres gestoppt

Operationssäle werden reduziert und Intensivplätze sukzessive erhöht.

Aufgrund der aktuellen Lageentwicklung wechselt das Luzerner Kantonsspital (LUKS) ab morgen Dienstag vom Regel- in den Notfallbetrieb: "Um mehr personelle und infrastrukturelle Ressourcen für Corona-Fälle zur Verfügung zu haben, werden alle nicht dringlichen Eingriffe bis auf Weiteres gestoppt, Operationssäle reduziert und Intensivplätze erhöht", teilte das LUKS am Montagnachmittag mit. 

Der Krisenstab des LUKS gehe davon aus, dass die am Coronavirus erkrankten Fälle, welche hospitalisiert werden müssen, in den nächsten Wochen weiter stark ansteigen werden. 

Ressourcen im Ärzte- und Pflegebereich schaffen

Das neue Regime gilt gemäss Mitteilung an allen Standorten. Grundsätzlich würden keine "nicht dringlichen Eingriffe" durchgeführt. So könnten Ressourcen im Ärzte- und Pflegebereich gewonnen werden. Ausnahmen seien Notfälle und dringliche Operationen, "welche nach medizinischen Kriterien individuell zu bestimmen sind". Das LUKS schreibt weiter, dass die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung damit weiterhin sichergestellt sei. Die betroffenen Patientinnen und Patienten würden einzeln informiert und je nach Kapazität aufgeboten. 

Das LUKS umfasst die Standorte Luzern, Sursee und Wolhusen sowie die Luzerner Höhenklinik Montana.

Zuger Akutspitäler spannen zusammen

Bei der Bewältigung des Coronavirus arbeiten auch die Zuger Akutspitäler, das Zuger Kantonsspital in Baar und die Andreasklinik in Cham, enger zusammen. Bei Bedarf können sie Material und Personal sowie Patientinnen und Patienten zwischen den beiden Kliniken verschieben. Ziel dieser Massnahmen sei es einerseits, genügend Kapazitäten für allfällige Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu schaffen, welche im Spital behandelt werden müssen, teilte die Zuger Gesundheitsdirektion am Montag mit. Andererseits müsse die stationäre Versorgung für die gesamte Kantonsbevölkerung sichergestellt bleiben.

 

(gea)

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