Nidwalden prüft Massnahmen für die Wirtschaft

Auch die Stadt Zug will Geld sprechen

Die Nidwaldner Regierung prüft weitere Massnahmen für die Wirtschaft. (Archivbild)

Um die Auswirkungen des Coronavirus für die Wirtschaft abzufedern, erarbeitet die Nidwaldner Regierung Massnahmen für betroffene Grossbetriebe und KMU. Möglich wären etwa erleichterte Kurzarbeit oder längere Zahlungsfristen für staatliche Leistungen.

Auch die Umwandlung von staatlichen Bürgschaften in Überbrückungskredite und andere Massnahmen würden geprüft, teilte die Nidwaldner Staatskanzlei am Dienstag mit. «Unser Ziel ist es, eine Entlassungs- und Konkurswelle zu verhindern», wird Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger in der Mitteilung zitiert. Die Lösungen sollen in den nächsten Tagen vorliegen.

Der Regierungsrat sei erleichtert, dass vom aktuellen Tätigkeitsverbot immerhin Handwerker und Bauunternehmen ausgenommen sind. Sonst würde das Ausmass eine noch grössere Dimension annehmen.

Besuchsverbot für Alters- und Pflegeheime

Zusätzlich zu den Weisungen des Bundesrats erlässt der Kanton Nidwalden ab sofort ein Besuchsverbot für Alters- und Pflegeheime. Ein solches gilt bereits im Kantonsspital. Geschlossen werden auch Spielgruppen, so wie dies bereits für Kindergärten und Schulen vorerst bis zum Ende der Osterferien der Fall ist.

Spielplätze bleiben offen

Hingegen können Kindertagesstätten ihren Betrieb aufrechterhalten. Der Regierungsrat habe sich auch gegen ein Verbot der Nutzung von Spielplätzen ausgesprochen. Betreuungspersonen sollten aber darauf achten, dass die Anzahl Kinder, die miteinander spielen, nicht zu gross ist.

Die Zentralbahn und der Postautobetrieb in Nidwalden reduzieren schrittweise ab 19. März ihr Angebot. Die Kantone Nidwalden, Obwalden und Luzern arbeiten bei der Ausdünnung des Fahrplans zusammen.

Einschränkungen für Seilbahnen

Für die Seilbahnen hat der Regierungsrat die maximal zugelassene Kapazität in den Gondeln neu festgelegt, um die Empfehlungen bezüglich sozialer Distanz besser umsetzen zu können. Kantonal konzessionierte Luftseilbahnen dürfen maximal zwei Personen gleichzeitig befördern, bei eidgenössisch konzessionierten Luftseilbahnen variiert diese Zahl zwischen zwei und zehn.

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Nidwalden war am Dienstag unverändert. Laut der Webseite des Kantons war bei zehn Personen das Virus nachgewiesen.

Die Stadt Zug will Geld sprechen für Kultur und Sport. (Archivbild)

Auch die Stadt Zug beschliesst, Geld für Kultur und Sport zu sprechen

Der Zuger Stadtparlament will kulturellen und sportlichen Organisationen, die finanziell unter den Folgen der Coronakrise leiden, beistehen. Er will aus dem Ertragsüberschuss von 2019 einen Hilfsfonds eröffnen.

Die Stadtregierung hat am Dienstag eine ausserordentliche Sitzung zur Bewältigung der Pandemie abgehalten. Sie habe dabei beschlossen, dem Grossen Gemeinderat die Schaffung eines Fonds zu beantragen. Dieser solle substanziell sein und mit Mitteln aus dem Ertragsüberschuss des letzten Jahres gebildet werden.

Fonds soll Sport- und Kulturorganisationen unterstützen

Mit dem Fonds möchte das Stadtparlament vor allem Sport- und Kulturorganisationen unterstützen können, etwa solche, die eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt Zug haben. Eine weitere Möglichkeit sieht er beim Erlass von Gebühren. Letztlich werde aber das Parlament über den Fonds, dessen Alimentierung und die Unterstützungskriterien entscheiden, teilte die Stadt Zug mit.

Quelle: (sda)

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