«Die griechischen Behörden müssen nun handeln»

Menschenrechtsexpertin schaltet sich nach Tod eines Flüchtlingskindes ein

Brand in Flüchtlingslager auf Lesbos

Nach dem Tod eines Kindes bei einem Brand in Griechenlands grösstem Flüchtlingslager fordert die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, die griechische Regierung zum Handeln auf. Der Tod des 6-jährigen Kindes sei ein weiteres tragisches Beispiel dafür, dass die Sicherheits- und Gesundheitsstandards auf den Inseln in der Ägäis dringend verbessert werden müssten, schrieb Mijatovic am Dienstag auf Twitter. 

«Die griechischen Behörden müssen nun handeln, um weitere Tragödien zu verhindern», so Mijatovic. Die Ballungsräume auf den Inseln müssten aufgelockert werden. Das Kind war am Montag im Camp Moria auf der Insel Lesbos bei einem Brand gestorben. In und um das Lager leben gut 19'000 Menschen. In den restlos überfüllten Lagern der Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos im Osten der Ägäis kommt es immer wieder zu Bränden. Die Menschen versuchen, mit offenen Feuern und Gasherden zu kochen und sich Wasser, zum Duschen warm zu machen.

Der Europarat mit Sitz im französischen Strassburg kümmert sich um den Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte in den Mitgliedstaaten. Er agiert unabhängig von der Europäischen Union.

Quelle: sda

Kommentieren

comments powered by Disqus