Keine Corona-Massnahmen auf Schweizer Bau

Viele Arbeiter werden in der Corona-Krise nicht geschützt

Im Kanton Genf sind ab Freitag alle Baustellen zu.

Mehrere Baufirmen in der Schweiz vernachlässigen die Schutzmassnahmen in der Corona-Krise. Bauarbeiter müssen zur Arbeit, können sich dort aber häufig nicht richtig schützen. Der Tagesanzeiger berichtet, dass sich Arbeiter im Minutentakt bei der Gewerkschaft Unia melden.

Als Bauarbeiter ist Homeoffice keine Option. Auf dem Bau wird trotz nationalem Notstand weiter geschuftet. Dies ist grundsätzlich erlaubt. Laut dem Bundesrat dürfen Betriebe weiterlaufen, wenn sie für ihre Mitarbeiter strengere Hygienevorschriften einhalten können. Nur ist dies auf vielen Schweizer Baustellen nicht der Fall.

Bei der Geschwerkschaft Unia klingelt das Telefon im Minutentakt. Arbeiter beschweren sich, dass sie sich nicht richtig schützen können. So können sie den Mindestabstand nicht einhalten und auch Desinfektionsmittel gibt es häufig nicht. Zum Teil fehle gar das Wasser zum Händewaschen.

Weil Schutzmassnahmen nicht eingehalten wurden, hat der Kanton Genf reagiert. Dort werden alle Baustellen geschlossen. Ab Freitag, 20. März 2020 bleibt es ruhig auf dem Bau. Das hat die Kantonsregierung am Mittwoch entschieden.

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