Klares Wasser in Venedig

Welche positiven Seiten das Coronavirus mit sich bringt

In den Kanälen von Venedig fliesst wieder klares Wasser. (symbolbild)

Einreisesperren, Flugzeuge, die am Boden bleiben, Läden, die geschlossen haben – wegen des Coronavirus wurden weltweit zahlreiche Massnahmen unternommen. Ganz nach dem Motto des Films «Das Leben des Brian» von Monty Python schauen wir mal auf «the bright sight of life».

Italien ist das Land, das in Europa am stärksten vom Virus betroffen ist. Seit einiger Zeit ist das Land stark eingeschränkt, die Menschen müssen im Haus bleiben. In Venedig zum Beispiel sind die Gassen und Plätze leer. Videos von Anwohnern zeigen jedoch noch ein ganz anderes Spektakel.

Die Kanäle in Venedig sind normalerweise braun, verschmutzt und leblos. Zumindest sieht es jeweils so aus. Laut Bild.de sind die Kanäle momentan wieder klar. Seit langem sieht man wieder die Fische am Boden der Kanäle. Auch Schwäne haben wieder zurückgefunden.

Die klaren Kanäle sind dem ausbleibenden Verkehr zuzuschreiben. So bleiben die Sedimente am Boden. Auch Kreuzfahrtschiffe verschmutzen normalerweise Luft und Wasser.

Bleiben wir doch gleich bei Verschmutzung der Luft: Auch die Co2-Werte von Italien sehen sichtbar besser aus. In einem Video der European Space Agency (ESA) sieht man, was die Einschränkungen für eine Wirkung haben.

Ähnlich sieht das in China aus. Ein Video der Nachrichtenagentur Associated Press zeigt einen massiven Co2-Rückgang über Peking aufgrund der zurückgefahrenen Wirtschaft. John Helveston von der George Washington University sagt im Video aber, dass das mit Vorsicht zu geniessen sei. Es könne gut sein, dass es später einen «Rebound-Effekt» geben wird.

Was bedeutet das: Nach der Finanzkriese 2008 hat die Chinesische Regierung viele Massnahmen getroffen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dadurch war dann ein stärkeres Wachstum der Emissionen messbar, als es ohne den Einbruch gewesen wäre.

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