Hilfsorganisationen stehen vor Problemen

Das Coronavirus macht den Randständigen zu schaffen

Es leiden vor allem auch die, welche es sonst schon nicht einfach haben. Die Gassenküche sowie die Notschlafstelle können nur eingeschränkt ihrer Arbeit nachgehen. Keine einfache Zeit für die Randständigen, welche auch zur Risikogruppe gehören.

Normalerweise arbeiten in der Werkstatt des Vereins Jobdach 40 Suchmittelabhängige und Obdachlose. Ein Ort der den Randständigen eine Struktur und Halt im Leben bietet. Doch jetzt steht hier alles Still, die Werkstatt ist geschlossen. Das sei für die Randständigen nicht einfach, meint Heinz Spichtig, Geschäftsleiter des Vereins Jobdach.

Der Verein Jobdach betreibt neben der Werkstatt auch die Notschlafstelle. Dort können die Obdachlosen zumindest die Nacht verbringen. Das Angebot ist noch, mit den entsprechenden Massnahmen, in Betrieb. Hier steht Heinz Spichtig jedoch vor einer grossen Herausforderung. Gerade dann, wenn Randständige Infiziert oder krank sind. «Wir benötigen dringend Isolationswohnungen und –zimmer, wir hätten ein Objekt, jedoch wären wir da auf Dritthilfe angewiesen. »

«Stoff» wird knapp

Neben der Notschlafstelle ist auch die Gassenküche ein Ort der für die Randständigen wichtig ist. Auch hier läuft der Betrieb mit den entsprechenden Massnahmen. Man jedoch mit einer weiteren Schwierigkeit, meint Franziska Reist, Geschäftsleiterin Verein Kirchliche Gassenarbeit Luzern: «In der nächsten Zeit wird der «Stoff» knapp, gerade weil jetzt die Grenzen geschlossen sind und das kann grosse Auswirkungen haben. »

Damit rechnet auch Heinz Spichtig vom Verein Jobdach. Deshalb ist es im Moment wichtig, dass diese Angebote weiter bestehen bleiben können. Damit die Randständigen nicht auch noch im Spital behandelt werden müssen.

Kommentieren

comments powered by Disqus