Nidwaldner Zivilschützer führen Testabstriche durch

Im Dauereinsatz wegen Corona

Samson Prenka vom Zivilschutz bereitet sich vor, einen Corona-Abstrich durchzuführen.

Die Einsatzkräfte des Nidwaldner Zivilschutzes sind insbesondere am Kantonsspital Nidwalden gefragt. Seit zwei Wochen unterstützen sie kantonale Stellen bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie. 

Als Posten beim Haupteingang

Unter anderem führen die Zivilschützer am Kantonsspital in Schutzmontur Testabstriche durch, unterstützen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten und stehen als Posten beim Haupteingang. Dort würden sie über das Besuchsverbot und die Hygiene- und Abstandsregeln des BAG informieren, wie die Staatskanzlei Nidwalden heute Freitag mitteilte. 

Im Moment würden am Nidwaldner Kantonsspital täglich zwischen 10 und 20 Abstriche wegen Verdachts auf Corona gemacht, wie Spitaldirektor Urs Baumberger auf Anfrage erklärt. 

Sehr wichtig sei auch die strikte Triage derjenigen Personen, die zum COVID19-Test kommen, um das potenzielle Ansteckungsrisiko anderer Personen vor Ort einzudämmen, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei. Und: Die Dienstleistenden seien in den allermeisten Fällen keine Gesundheitsfachpersonen, sondern würden für ihre Einsätze direkt vor Ort instruiert.

"Ich achte darauf, dass die Zivilschützer jeweils 3 bis 4 Tage am Stück im gleichen Dienst tätig sind", sagt Zivilschutzkommandant Marco Weber auf Anfrage. So könne er das Personal des Kantonsspitals, welches seine Leute instruiert, einigermassen entlasten. 

Hotline für die ganze Bevölkerung

Während die ersten Zivilschützer ihren Dienst bei der Hotline des kantonalen Gesundheitsamts begannen, kamen mit der Ausbreitung des Coronavirus laufend weitere Aufträge hinzu. Die Hotline, so heisst es in der Mitteilung weiter, sei nach wie vor eine zentrale Aufgabe. Sie wurde sukzessive zu einer umfassenden Helpline* für die Bevölkerung ausgbaut. 

Keine einzige Absage

Zivilschutzkommandant Marco Weber ist äusserst stolz auf die Truppe. Auf seine Aufgebote habe er bisher keine einzige Absage bekommen. Im Moment sind rund 70 der über 500 Mann umfassenden Truppe aufgeboten, täglich stehen rund 9 im Einsatz. "Es ist also nur ein kleiner Teil der potenziellen Ressourcen ausgeschöpft", so der Zivilschutzkommandant.

Da viele momentan nicht in ihren Berufen arbeiten könnten, sei die Verfügbarkeit falls nötig auch für weitere Dienste sehr gut. «Wir halten uns bereit, im Eskalationsfall weitere personelle oder logistische Mittel zur Verfügung zu stellen», versichert Zivilschutzkommandant Marco Weber.

*Für die Bevölkerung steht täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr eine Helpline unter Tel. +41 41 618 43 34, E-Mail: helpline@nw.ch, zur Verfügung.

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