Corona bringt Luzerner Sport ins Straucheln

Veranstalter, Vereine und Verbände bangen um ihre Existenz

Der Stillstand, den die Corona-Krise provoziert hat, hat auch einschneidende Folgen auf den Luzerner Breitensport und die Luzerner Sportveranstaltungen. Veranstalter, Vereine und Verbände seien in ihrer Existenz bedroht, teilte die IG Sport Luzern am Freitag mit.

Der Dachverband wolle sich deswegen dafür einsetzen, dass auch der Luzerner Sport von der versprochenen Unterstützung profitieren könne, heisst es in der Mitteilung. Es gehe ihm weniger um die Spitzenvereine und Spitzenligen, als vielmehr um die Auswirkungen auf das gesamte Sportsystem.

Rotseelauf abgesagt

Die Schwierigkeiten kleinerer Veranstalter oder der Breitensportvereine dürften nicht übersehen werden. Dazu komme, dass auch das soziale Leben in den Vereinen unter der Corona-Krise leide.

Als Beispiel nennt die IG Sport Luzern den Rotseelauf. Dieser Anlass mit 900 Teilnehmern musste abgesagt werden. Oft stünden ehrenamtliche Organisationskomitees hinter solchen Anlässen, die sich mit solchen Events Einnahmen für Vereine sicherten. Der Ausfall der Einnahmen gefährde dann das gesamte Vereinsleben.

Weitere kleinere Veranstaltungen

Als weiteres Beispiel genannt wird die Landhockey-Abteilung des Luzerner SC. Die Landhockeyaner, die national ein Spitzenverein sind, rechnen wegen des gestoppten Sportbetriebs mit ungedeckten Fehlbeträgen. Müssten Lohnkosten gesenkt und Trainerverträge aufgelöst werden, hätte dies drastische Folgen für die Zukunft, heisst es in der Mitteilung.

Kurzarbeit beim Verein Luzerner Stadtlauf

Der Verein Luzerner Stadtlauf hat bereits vier Mitarbeiter auf Kurzarbeit gesetzt. Die Veranstaltung mit 14'000 Läufern rechnet wegen der Absage mit einem Verlust von 150'000 Franken. Aber auch Hallenbäder, Tenniscenter oder Eishallen müssten ums Überleben kämpfen, schreibt die IG Sport Luzern.

Es geht auch um Verluste in der Hotellerie

Bei der Regatta auf dem Rotsee oder dem Luzerner Leichtathletik-Meeting gehe es auch um Einnahmen, die der Luzerner Hotellerie verloren gehen könnten, hiess es weiter.

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