Firmen halten Schutzmassnahmen nicht ein

Die Unia will Arbeiten in nicht-essentiellen Bereichen einstellen

In den vergangenen Tagen sei klargeworden, dass mehrere Firmen die Schutzmassnahmen des Bundes in Sachen Coronavirus nicht einhalten. Deshalb will die Gewerkschaft Unia dagegen vorgehen. Das Verhalten gewisser Firmen sei inakzeptabel und inkohärent.

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der Bundesrat für Verhaltensregeln und weitgehende Einschränkungen beschlossen. Nun hat die Unia mehrere Anfragen von Arbeitnehmenden erhalten, dass Arbeitgebende die Anordnung zum Gesundheitsschutz nicht befolgen. Dies bestätigte Giuseppe Reo, Regionalleiter Unia Zentralschweiz, gegenüber Radio Pilatus und Tele 1.

Wenn dies so weiterginge, könne die Ausbreitung des Coronavirus nicht eingedämmt werden. Die Unia fordert deshalb, dass Firmen im nicht-essentiellen Bereich eingestellt werden.

In der Baubranche läuft alles noch anders

Zurzeit gab es in der Baubranche noch keine grossen Änderungen. Jedoch ist es für Bauunternehmen schwierig, die Massnahmen des Bundes umzusetzen, wie Bruno Jud, Geschäftsleiter Schmid Bauunternehmung AG Ebikon mitteilt. Die zwei Meter-Regel sei bei gewissen Arbeiten schwierig einzuhalten.

Man habe sich jedoch darauf geachtet, dass das Baupersonal möglichst viel Abstand voneinander habe. Unter anderem gäbe es auch auf den Baustellen Desinfektionsmittel um die Hygiene einzuhalten. Mitarbeiter, welche zur Risikogruppe gehören, müssten sich aber von der Arbeit fernhalten.

Vorallem auf Baustellen wird momentan normal weitergearbeitet (Symbolbild).

Audiofiles

  1. Die Unia will Arbeiten in nicht-essentiellen Bereichen einstellen. Audio: Caspar van de Ven

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