Ursula Stämmer mit 61 Jahren verstorben

Die ehemalige Luzerner Stadträtin unterlag ihrer Krebserkrankung

Die ehemalige Luzerner Stadträtin Ursula Stämmer ist im Alter von 61 Jahren verstorben.

Ursula Stämmer, die sich in Politik und Kirche engagiert hat, ist tot. Die Synodalratspräsidentin der reformierten Kirche des Kantons Luzern und ehemalige Luzerner Stadträtin erlag am Samstag im Alter von 61 Jahren einem Krebsleiden.

Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Luzern und die SP der Stadt Luzern haben am Montag mit Betroffenheit auf den Hinschied von Ursula Stämmer reagiert. Sie verliere mit ihr eine weitsichtige und initiative, aber auch liebe, grossmütige und humorvolle Persönlichkeit, schrieb die reformierte Kirche. Die SP würdigte sie als volksnahe Politikerin ohne Berührungsängste.

Stämmer hatte ihr Amt als Synodalratspräsidentin der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Luzern am 1. November 2016 angetreten. Während ihrer Amtszeit erhielt die reformierte Kirche eine neue Verfassung und wurde grundlegend neu organisiert. Sie habe das kirchliche Leben auf kantonaler und nationaler Ebene wie auch in Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden massgebend geprägt, teilte die Kirche mit.

Aktive Sozialdemokratin

Ursula Stämmer war von Beruf Krankenpflegerin und war ab 1987 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Sie gehörte dem Grossen Bürgerrat der Stadt Luzern und dem Luzerner Kantonsparlament an. Zudem war sie für die SP als Parteisekretärin tätig.

2000 wurde Stämmer in die Regierung der Stadt Luzern gewählt, in der sie zwölf Jahre lang die Sicherheitsdirektion und dann die Bildungsdirektion leitete. In ihre Amtszeit fielen etwa die Zusammenlegung von Stadt- und Kantonspolizei oder das Projekt Salle Modulable, das nicht zustande kam.

Zudem führte Stämmer 2005 in der Stadt die zunächst umstrittene, unbewaffnete Einsatztruppe SIP ein. Kritik von links gab es, als sie 2007 die Verhaftung von über 200 Personen, die an einer illegalen Demonstration teilnahmen, verteidigte. 2008 war Stämmer Präsidentin des Eidgenössischen Jodlerfests in Luzern.

Nachfolge reformierte Kirche

Die Synode, das Kirchenparlament, wird voraussichtlich im Herbst 2020 die Nachfolge von Ursula Stämmer bestimmen. Bis dahin übt Synodalrätin Lilian Bachmann als Interimspräsidentin das Amt aus.

Quelle: sda

Audiofiles

  1. Die ehemalige Luzerner Stadträtin Ursula Stämmer ist im Alter von 61 Jahren verstorben. Audio: Caspar van de Ven

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