Bundesrat gibt Kundendaten im grossen Stil heraus

Der Bundesrat drängt auf ein Steuerabkommen mit den USA und stellt den amerikanischen Behörden dabei offenbar Kundendaten in grossen Mengen in Aussicht. Laut Recherchen von Radio DRS soll der Bundesrat mehrere Millionen Kundenmails an die USA weitergeleitet haben, darunter auch solche zwischen Bankberatern und ihren Kunden. Alleine die Credit Suisse soll den USA 6 Millionen Emails übergeben haben. Daraus können die USA lesen, wer in der Schweiz ein Konto besitzt. Derzeit sind diese Emails noch verschlüsselt. Sobald sich die USA auf ein Steuerabkommen einlassen, will die Schweiz den Entschlüsselungs-Code nachliefern. Der Bundesrat will mit diesem Vorgehen die USA zu einem Steuerabkommen bewegen. Damit soll das Problem der amerikanischen Steuerhinterzieher für den Schweizer Finanzplatz ein für alle mal gelöst werden.

Peter Kunz, Professor für Wirtschaftsrecht an der Uni Bern, glaubt nicht, dass dieses Vorgehen erfolgreich sein wird. Die USA würden sich nicht erpressen lassen.

Die USA setzen seit Monaten mehrere Schweizer Banken unter Druck. Die Banken werden beschuldigt Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben.

 

Audiofiles

  1. Banken liefern USA Daten. Audio: Roman Gibel

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