FCL-Regisseur Hakan Yakin mit Nati-Aufgebot

Für das Testspiel gegen Italien vom nächsten Mittwoch erhielten Philipp Degen, Marco Streller und Pirmin Schwegler erstmals ein Aufgebot von Ottmar Hitzfeld. Wieder zum Team gehören Hakan Yakin und Johan Vonlanthen, während Christoph Sypcher und Blerim Dzemaili nicht dabei sind. Der Besuch der «Squadra Azzurra» im Basler St.-Jakob-Park will Nationalcoach Hitzfeld nützen, einige Spieler besser kennenzulernen. «Deshalb sind Spycher und Dzemaili nicht im Aufgebot. Ich kenne die beiden schon gut. Sie sollen sich jetzt auf ihre Aufgaben im Klub konzentrieren», so Hitzfeld.

Spycher und Dzemaili stehen derzeit tatsächlich vor wichtigen Tagen und Wochen. Der Verteidiger steigt nach langer Verletzung als neuer Captain von Eintracht Frankfurt in die Bundesliga-Saison. Der Mittelfeldspieler möchte in Italien Absteiger Torino verlassen, er sucht in der Serie A einen neuen Klub. Marco Streller, Philipp Degen und Pirmin Schwegler gehören derweil erstmals zum Team von Ottmar Hitzfeld. Streller und Degen standen unter Köbi Kuhn an der EURO 2008 letztmals in der SFV-Auswahl, Schwegler wollte Hitzfeld im vergangenen November für den Test gegen Finnland aufbieten, doch musste der Mittelfeldspieler damals kurzfristig absagen.

Streller legte an der Seite seines Kumpels Alex Frei im FC Basel einen beachtlichen Start in die neue Saison hin und vergrössert für Hitzfeld die Alternativen im Angriff. «Vorerst aber sind die Plätze im Sturm vergeben», so der Coach. «Blaise Nkufo ist der Stürmer Nummer 1, dahinter agiert Alex Frei in hängender Position.» Philipp Degens Nomination macht Sinn, weil Hitzfeld im wegweisenden WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland (5. September) auf den gesperrten Stephan Lichtsteiner verzichten muss. Da auch der rekonvaleszente Valon Behrami fehlt, kommt auf der Position des rechten Aussenverteidigers neben den gelernten Mittelfeldspielern Gelson Fernandes und Pirmin Schwegler (»Er hatte bei Leverkusen auch schon auf dieser Position gespielt.») wohl einzig Degen in Frage.

Ohnehin ist das Kader mit Verteidigern dünn besetzt. Der bei Monaco ausgemusterte Patrick Müller ist derzeit kein Thema. Hitzfeld nominierte daher nur drei Innenverteidiger (Grichting, Senderos, Djourou) und insgesamt bloss sieben Abwehrspieler (plus Fernandes und Schwegler). Mehr Spielraum hat Hitzfeld in der Offensive, wo er die «ASL-Rückkehrer» Hakan Yakin und Johan Vonlanthen wieder ins Team nahm.

«Yakin macht in Luzern eine erfreuliche Entwicklung. Ich habe ihn gegen GC und den FCB gesehen. In Basel hat er eine imponierende Leistung gezeigt, auch körperlich ist er in Form.» Bei Vonlanthen habe er ein Zeichen setzen wollen, «damit er sieht, dass ich ihn im Auge habe.» Der offensive Mittelfeldspieler des FC Zürich sei auf gutem Weg, so Hitzfeld. «Auch wenn er noch Potenzial nach oben hat.»

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